Trierer Wirtschaftskammer fordert Ausbau der Moselschleusen
Die Handwerkskammer Trier hat am Freitag den «unverzüglichen Ausbau der Moselschleusen» gefordert. Der wegen Geldmangel beim Bund vorerst gestoppte Ausbau beeinträchtige die Leistungsfähigkeit der Wasserstraßen Mosel und Saar erheblich, teilte die Kammer mit.
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Am rechten Moselufer sieht man die Bauarbeiten zu den neuen Vorhäfen. Das rund zehn Millionen Euro teure Projekt soll nach Auskunft des Trierer Wasser- und Schifffahrtsamtes bis Mitte 2013 abgeschlossen sein. TV-Foto: Portaflug
(dpa/lrs) - Ohne zweite Schleusenkammern und einer Sanierung der teils überalterten Anlagen könne die Binnenschifffahrt «keinen wesentlichen Beitrag zur Entlastung der Straße leisten». Durch den Stopp sieht die Kammer zudem Pläne gefährdet, einen Mosel-Saône-Kanal zu bauen, der die Großregion mit dem Mittelmeer verbinden würde.
Die Trierer Handwerkskammer leitet seit Jahren die Arbeitsgruppe Verkehr des Wirtschafts- und Sozialausschusses der Großregion mit Experten aus Luxemburg, Lothringen, der Wallonie, dem Saarland und Rheinland-Pfalz. Das Bundesverkehrsministerium hatte in dieser Woche mitgeteilt, dass «eine Fertigstellung des Gesamtprojektes bis 2030 wie ursprünglich geplant nicht mehr realistisch» sei. Grund dafür sei, dass das Budget für die Wasserstraßen lange zu gering gewesen sei und andere Projekte nun Vorrang hätten.
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