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Unfallstatistik 2010: Elf Todesfälle mehr als im Vorjahr

(Trier) Diese Bilanz kann uns nicht zufriedenstellen,« sagt Polizeipräsident Lothar Schömann. »50 Tote und 673 Schwerverletzte innerhalb eines Jahres sind ein hoher Preis für die Mobilität im Straßenverkehr.«

23.02.2011
(jp) Die am Mittwoch vom Polizeipräsidium Trier präsentierte Unfallstatistik 2010 meldet elf Todesfälle mehr als im Vorjahr. Allein die Zahl der tödlich verunglückten Motorradfahrer hat sich verdreifacht. Die Zahl der Schwerverletzten ging um 16,3 Prozent zurück.

Unfälle: Im Jahr 2010 wurden im Bereich des Polizeipräsidiums Trier 20?976 Verkehrsunfälle registriert. Dies entspricht einem Anstieg um 339 Unfälle oder 1,6 Prozent.

Ursachen: Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren oder Ein- und Ausfahren stehen seit Jahren an der Spitze der Unfallursachen. Wegen der geringeren Geschwindigkeiten bleibt es in der überwiegenden Zahl bei Blechschäden oder leichteren Personenschäden. 2010 waren 4429 Unfälle auf diese Ursache zurückzuführen. In 3489 Fällen war der Abstand zu gering. An dritter Stelle der Unfallursachen folgt die zu hohe Geschwindigkeit mit 2687 Fällen.

Alkohol und Drogen: Mit 451 Alkoholunfällen wurden 22 mehr gezählt als im Vorjahr. Die Beeinträchtigung der Verkehrstüchtigkeit durch Alkohol führte im Jahr 2010 zu drei Unfällen mit tödlichem Ausgang. 91 Menschen wurden schwer (im Vorjahr waren es 66) und 147 Menschen leicht verletzt (132). Die Zahl der Verkehrsunfälle unter Drogeneinfluss ist um drei Unfälle auf 40 zurückgegangen. Bei 18 dieser Unfälle kamen Menschen zu Schaden (Vorjahr 23). Durch die drogenbeeinflusste Teilnahme am Straßenverkehr starb ein Mensch, sieben wurden schwer und 17 leicht verletzt.

Motorradfahrer: Die Zahl der Motorradunfälle sank im Vergleich zum Vorjahr um 16,4 % auf 285 Unfälle. Die Zahl der verunglückten Motorradfahrer insgesamt verringerte sich von 368 auf 315. Aber die Zahl der Todesfälle hat sich verdreifacht. Zwölf Motorradfahrer kamen 2010 ums Leben, im Jahr davor waren es vier. 128 Biker wurden schwer (Vorjahr 167) und 175 leicht verletzt (Vorjahr 197).