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(Video) Nach Feuer in Trier-Eurener Behinderteneinrichtung: Polizei schließt technische Ursache aus

(Trier) Bei einem Brand in einer Behinderteneinrichtung in Trier-Euren ist ein 25 Jahre alter Bewohner ums Leben gekommen, ein weiterer wurde verletzt. Nach Polizeiangaben liegen bisher keine Hinweise für eine Fremdeinwirkung oder eine technische Ursache vor.

17.03.2016
dpa/red

Nachdem bei einem Brand in der vergangenen Nacht in einem Wohnheim in Trier-Euren ein Mensch ums Leben gekommen ist, haben Experten der Polizei den Brandort untersucht. Zudem wurde der Leichnam des bei dem Feuer ums Leben gekommenen 25-Jährigen obduziert. Nach Angaben der Polizei gab es nach den bisherigen Ermittlungen keine Anhaltspunkte für eine Fremdeinwirkung.

Das Feuer war am frühen Donnerstagmorgen bei der Feuerwehr gemeldet worden. Als Feuerwehr und Rettungskräfte am Einsatzort ankamen, standen weite Teile des Dachstuhls in Flammen.


Ein 25-jähriger Hausbewohner konnte von der Feuerwehr nur noch tot in seinem Zimmer im Dachgeschoss aufgefunden werden. Einen weiteren Hausbewohner brachte die Feuerwehr noch rechtzeitig ins Freie. Die anderen neun Bewohner hatten sich mit ihrem Betreuer selbst aus dem brennenden Haus in der Eisenbahnstraße retten können. Notfallseelsorger kümmerten sich um die Bewohner. 

Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei war das Feuer im Zimmer des Getöteten ausgebrochen. Das teilte die Polizei am Nachmittag mit. Eine technische Ursache für die Brandentstehung schließt die Polizei zum derzeitigen Ermittlungsstand aus.

Der Brandschaden bewegt sich voraussichtlich im sechsstelligen Bereich, die Einrichtung ist nach dem Brand unbewohnbar. Wie die Stadt Trier mitteilt, wurden die Bewohner des Hauses, in dem körperlich und geistig behinderte Menschen leben, mit ihrem Betreuer zunächst in der nahegelegenen Gaststätte „Hopfenstube" versorgt und später in einer Einrichtung der Lebenshilfe in der Theobaldstraße untergebracht.

Bei dem Brand waren neben der Polizei und Mitarbeitern der Stadtwerke rund 50 Rettungskräfte im Einsatz, darunter die Berufsfeuerwehr Trier mit beiden Wachen, der Löschzug Euren sowie die SEG ( Schnelle Einsatzgruppe ) bestehend aus Malteser Hilfsdienst Irsch und DRK Trier-Stadt. Vor Ort waren auch zwei Notärzte.

Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden.

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