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aus unserem Archiv vom 22. Dezember 2008
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Von Zewen in die Suppenküche

"Berlin, 11 000 Kilometer" steht auf einem Schild in Windhoek, Namibia, wo Anke Kuhlmann seit Januar lebt, arbeitet und sich ehrenamtlich für eine Suppenküche für Kinder engagiert. Mehr als 11 000 Euro haben ihre ehemaligen Schüler der Grund- und Hauptschule Zewen dafür gesammelt.

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Trier-Zewen. Der Jubel ist groß, als die rund 300 Schüler der Grund- und Hauptschule (GHS) Zewen ihre ehemalige Lehrerin Anke Kuhlmann wieder sehen. Vier Jahre lang hat die 31-Jährige hier Grundschulkinder unterrichtet. Anfang des Jahres kehrte sie Trier den Rücken und reiste in eine andere Welt: nach Afrika.
 
"Ich wollte schon immer dahin", erzählt sie. Seit Januar unterrichtet sie an der Deutschen Höheren Privatschule in Windhoek, der Hauptstadt Namibias. "Das kulturelle und sprachliche Umfeld ist völlig anders dort", sagt Kuhlmann. Die Kinder seien alle bilingual. Zurzeit genießt sie ihre Sommerferien in Deutschland und hat auch einen Abstecher in ihre alte Schule gemacht. Nicht nur, um die alte Klasse wiederzusehen, sondern auch, um den Schülern zu zeigen, wofür sie sich engagiert haben.
 
Denn bevor Kuhlmann nach Afrika übersiedelte, hätten Kollegen sie aufgefordert: "Wenn du eine sinnvolle Hilfsaktion weißt, melde dich." Gesagt, getan. So haben die Zewener Kinder Kuchen für Afrika verkauft und im September einen großen Spendenlauf organisiert (der TV berichtete).
 
Das Geld geht an eine Suppenküche in Katutura, einem Township in Windhoek, in der sich Kuhlmann ehrenamtlich engagiert. "Die Suppenküche haben Jugendliche vor zwei Jahren aufgebaut." Beeindruckt habe sie, dass sie die Nahrungsmittel anfangs selbst finanzierten, obwohl die meisten arbeitslos und Aids-Waisen seien. Bis zu 200 Kinder zwischen zwei und 14 Jahren füttern die rund 60 jugendlichen Helfer sonntags durch - für viele die einzige warme Mahlzeit in der Woche. Leiter ist Samuel Kapepo, selbst Waise.
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