Zum Geburtstag lässt die Trierer Tufa Hüllen fallen
Die Tufa hat ihr traditionelles Sommerfest diesmal im Zeichen ihres 25. Bestehens gefeiert. Dabei erlebten mehr Besucher als in den Vorjahren die Präsentation des bisher größten Artothek-Neubestandes, originelle Bigband-Musik der "Blassportgruppe Südwest" und sogar eine Enthüllung.
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Sportliche Jungs: Die Blassportgruppe Südwest liebt das Ulkige und heizt dem Publikum beim Sommerfest ein. TV-Foto: Anke Emmerling
"Das Wetter ist gut, es sind mehr Gäste da als sonst, die Band ist klasse und die Tufa sieht anders aus". Eine zufriedene Bilanz zieht Tufa-Chefin Teneka Beckers beim Jubiläums-Sommerfest des Kulturzentrums. Tatsächlich ist der Besucherandrang groß, vor allem, als Gabriele Lohberg und Rainer Breuer stellvertretend fürs Kunstgremium der Tufa den neuen Artothek-Bestand präsentieren.
Mehr als 200 Interessierte drängen sich in der Ausstellung von Kunstwerken, die ab jetzt gegen eine geringe Monats-Gebühr ausgeliehen werden können.
Führungen ins Tufatopia-Land
"Es sind 160 neue Arbeiten, so viele hatten wir noch nie", sagt Breuer. Von Fotografie über Malerei, Collage, Grafik und Plastik sind unterschiedliche zeitgenössische Stile vertreten. Sechs Kunstwerke hat die Tufa gekauft, ihre Schöpfer sind Maria Krahwinkel, Herbert Lauer, José Paolo Rombo, Gerhard Vormwald, Oliver Wetter und Iris Wojanowski. Nach der Vernissage verteilt sich das Publikum, denn es gibt noch mehr zu sehen. Im 1. Obergeschoss stellt anlässlich seines 75. Geburtstages KD Kallenbach aus, im großen Saal läuft eine Videopräsentation über das Kinder-Kunstprojekt Tufatopia (der TV berichtete mehrfach), außerdem gibt es Führungen ins Tufatopia-Land. Die meisten Besucher lassen sich jedoch im Innenhof nieder, wo Köstliches vom Grill und Live-Musik zum Verweilen einladen.
Auf der Bühne tobt sich musikalisch und sportlich die "Blassportgruppe Südwest" aus. Die Jungmänner-Bigband in Trainingskluft heizt mit einem Mix aus perfekt gespieltem Instrumental-Jazz, verulkten deutsch gesungenen Schlagern zwischen Blasmusik- und Bigband-Sound, sowie groovigen und swingenden Coverversionen wie Grönemeyers "Bochum" ein. Ihre Choreographien erinnern dabei an Turnvater Jan. Das reißt so mit, dass weitgehend unbemerkt bleibt, was zumindest in Medien immer Aufsehen erregt: Eine Enthüllung. An Seilen gesicherte Helfer klettern an Fassade und auf dem Dach der Tufa, um den weißen Stoff zu lösen, der seit sieben Wochen das Gebäude umschließt. Langsam fällt Bahn um Bahn, eine Metamorphose, die viele begrüßen: Der Gastronom, der sich über die Wiederherstellung eines einladenden, von altem Mauerwerk geprägten Ambientes des Textoriums freut und die Mitarbeiter der Tufa, die nun wieder freie Sicht und frische Luft durch geöffnete Fenster genießen können.
Ob sich mit der äußerlichen auch eine ideelle Wandlung vollzogen hat, darauf darf man in der nun mit dem Fest eröffneten neuen Veranstaltungs- und Jubiläumssaison gespannt sein.
Die Ausstellung der 21. Artothek ist noch bis zum 29. August täglich im 2. Obergeschoss zu sehen. Genauso lang zeigt KD Kallenbach seine Werke im 1. OG, täglich von 11 bis 17 Uhr. Eine weitere Jubiläumsaustellung schließt sich ab 4. September mit der 20 Jahre bestehenden Malerinnengruppe der édition trèves an. Parallel dazu stellen Dorette Polnauer und Berenike Michalke aus. Infos: www.tufa-trier.de
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