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17.02.2017

Bundesgerichtshof bestätigt Trierer Urteil

(Trier) Trier (red) Der 33-jährige Mann aus Syrien, der seine Frau im August in einer Aufnahmeeinrichtgung für Asylbegehrende (AfA) erschlagen hat, muss für 13 Jahre ins Gefängnis. Dieses Urteil hatte die erste Schwurgerichtskammer des Landgerichts Trier im Juli 2016 gefällt.

Der Angeklagte legte Revision ein, doch der dritte Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat diese nun als unbegründet verworfen.
Der Mann war gemeinsam mit seiner Familie - seiner Frau und drei Kindern - nach Deutschland geflüchtet und hatte seine Ehefrau unter anderem aus Eifersucht in einem Zimmer der AfA in Trier mit einem Tischbein erschlagen (der TV berichtete). Die Kinder mussten die Tat miterleben. Nach Überzeugung des Gerichts hatte der Mann bereits in Syrien seine Frau unterdrückt und geschlagen. Am Mittag des 17. August 2015 sei schließlich ein Streit eskaliert. Vor Mitbewohnern der Einrichtung behauptete der 33-Jährige, seine Frau sei unglücklich gestürzt. Sie starb wenig später in einer Klinik. Bei Untersuchungen wurden acht schwere Kopfverletzungen festgestellt.