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180 Straftaten an Fastnacht

(Trier/Wittlich) Das Polizeipräsidium Trier präsentiert die Bilanz der närrischen Tage. Sie wird geprägt von Körperverletzungen, Sachbeschädigungen, Beleidigungen und immer wieder Alkohol.

04.03.2017
Trier/Wittlich (red) Das Polizeipräsidium Trier zieht eine positive Bilanz der Einsätze an Fastnacht. Der Einsatz von Videokameras in Trier und Wittlich hat sich bewährt; zahlreiche Auseinandersetzungen konnten dadurch bereits in einem frühen Stadium verhindert werden.
Mehrere Hundert Polizeibeamte sorgten in der Region dafür, dass die Freunde der Fastnacht unbeschwert feiern konnten. In Trier und Wittlich hatte die Polizei Videokameras aufgestellt, mit deren Hilfe die Einsatzverantwortlichen brisante Entwicklungen frühzeitig erkennen und Einsatzkräfte zu neuralgischen Punkten dirigieren könnten, um Eskalationen vorzubeugen.
So wurden in der Einsatzzentrale der Polizei in Trier an Weiberfastnacht und am Rosenmontag mehr als zwei Dutzend Situationen an den Bildschirmen beobachtet, in denen sich größere handgreifliche Auseinandersetzungen anbahnten. Durch das schnelle Eintreffen von Einsatzkräften konnten diese Streitereien schnell beendet werden, bevor Schlimmeres passierte. "Insofern hat sich der Einsatz der Videokameras bewährt", sagt der stellvertretende Trierer Polizeipräsident Franz-Dieter Ankner. Auch in den Einsatzvorbereitungen zur nächsten Fastnachtssession wolle man sich wieder mit dem Thema Video auseinandersetzen.
Insgesamt haben die Beamten des Polizeipräsidiums Trier an den närrischen Tagen rund 180 Straftaten registriert, darunter Körperverletzungen, Sachbeschädigungen und Beleidigungen. 30 Mal wurden Menschen zumindest vorübergehend in Gewahrsam genommen. 63 Platzverweise wurden ausgesprochen.
Elf Mal erstatteten die Einsatzkräfte Strafanzeigen wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, weil Männer oder Frauen sich den Maßnahmen der Polizei mit Gewalt widersetzten. Drei Beamte wurden dabei verletzt. Bei den allermeisten dieser Einsätze trafen die Einsatzkräfte auf stark alkoholisierte Menschen.
Gemeinsam mit den Jugendämtern und Ordnungsämtern führte die Polizei gezielte Alkoholkontrollen durch und stellte dabei unter anderem rund 120 alkoholisierte Jugendliche oder Kinder fest, die in die Obhut von Erziehungsberechtigten übergeben wurden. Bei Alkohol- und Drogenkontrollen stellten die Beamten 13 Führerscheine sicher. Sechs Mal konnten sie gerade noch verhindern, dass alkoholisierte Autofahrer mit ihrem Gefährt losfuhren.