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Bundestagswahl: AfD-Kundgebung und Gegendemo in der Trierer Innenstadt

(Trier) Die AfD plant morgen eine Wahlkampfveranstaltung vor der Porta Nigra. Ein Trierer Verein hat zur Gegendemonstration aufgerufen. Dossier zum Thema: Bundestagswahl 2017

31.08.2017
Jörg Pistorius
Die Kreisverbände Trier und Trier-Saarburg der AfD haben eine Wahlkampfveranstaltung angekündigt. Am morgigen Freitag um 19 Uhr sprechen die Spitzenkandidatin Alice Weidel, der rheinland-pfälzische Spitzenkandidat Sebastian Münzenmaier, der Vorsitzende der rheinland-pfälzischen Landtagsfraktion, Uwe Junge, und der AfD-Direktkandidat des Wahlkreises Trier, Erwin Ludwig. Ort des Geschehens ist der Vorplatz der Porta Nigra.

Der Verein "Für ein buntes Trier - gemeinsam gegen Rechts" hat eine Gegendemonstration angekündigt. Diese soll am Freitag um 18 Uhr in der Simeonstraße - und damit in Rufweite zur Kundgebung der AfD - beginnen. Das Motto: "Trier: Kein Raum für Rassismus". Zum Vorstand des Vereins gehören die Bundestagsabgeordnete Katrin Werner (Die Linke), Pastoralreferent Thomas Kupczik und Toni Loosen-Bach, der Koordinator für Bürgerbeteiligung der Stadt Trier.
"Wir rechnen mit mindestens 200 Teilnehmern", sagt Nicola Rosendahl im Namen des Vereins "Für ein buntes Trier".

Auf Facebook hat der Verein eine Liste mit Institutionen veröffentlicht, die seiner Darstellung nach ihre Solidarität bekunden und ihre Teilnahme an der Gegendemo angekündigt haben. Auf dieser Liste stehen auch das Multikulturelle Zentrum, der Deutsche Gewerkschaftsbund sowie die SPD Trier und die Stadtverbände der Linken und der Grünen.

Der AfD-Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Michael Frisch kommentiert die Gegendemonstration so: "Es ist das demokratische Recht unserer Kritiker, eine Gegendemonstration zu organisieren. Wir hoffen, dass es eine friedliche Veranstaltung bleiben und man auch die Versammlungs- und Redefreiheit der AfD respektieren wird."

Die Polizei Trier bestätigt die Angaben der AfD und des Vereins "Für ein buntes Trier - gemeinsam gegen Rechts". Uwe Konz, Sprecher des Polizeipräsidiums Trier, äußert sich lediglich so auf die Frage nach einem Sicherheitskonzept der Polizei: "Die Veranstaltung der AfD wird unmittelbar vor der Porta Nigra stattfinden. Die angekündigte Gegendemonstration wird am Beginn der Simeonstraße beim Eingang zur Fußgängerzone ablaufen."

Das Margaretengässchen und die Simeonstraße werden während der Veranstaltungen komplett für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Die Haltestellen in beiden Straßen werden für diesen Zeitraum aufgehoben.
Ralf Frühauf vom Presseamt der Stadt Trier erklärt, dass der Bühnen-LKW schon um 15 Uhr vor der Porta Nigra abgestellt wird. "Das dürfte aber keine Einschränkungen mit sich bringen." Ab 17 Uhr seien die Aufbauhelfer vor Ort. "Die Polizei beginnt dann voraussichtich auch mit den Absperrungen."

Die Tourist Information bleibt laut Frühauf erreichbar. Zwischen 17 und 22 Uhr seien Margaretengässchen und Simeonstraße für alle Fahrzeuge gesperrt, auch für die Touristen-Doppeldecker und den Römerexpress. "Die AfD muss als Veranstalter für die Kundgebung 15 Ordner stellen", sagt Frühauf. "Das ist eine Auflage des Ordnungsamts."