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Mehr Platz für den berühmtesten Sohn Triers

Neues Programm des Museums Karl-Marx-Haus soll an erfolgreiche Vorjahre anknüpfen

(Trier) Das Museum Karl-Marx-Haus hat im vergangenen Jahr schon einen Rekord gefeiert - und gerade bereitet es sich auf das Jubiläumsjahr 2018 (200. Geburtstag von Karl Marx) vor. Die Bedingungen dafür sollen mit einem dritten Gebäude optimiert werden. Dossier zum Thema: Karl Marx 2018

03.02.2016
Lucas Blasius
Trier. Zuerst der Blick zurück: 2015 hat die Friedrich-Ebert-Stiftung mit dem Museum Karl-Marx-Haus erneut ein erfolgreiches Jahr abschließen können: Bereits zum zehnten Mal in Folge wurde die Marke von 40 000 Besuchern im Jahr überschritten. Die Anzahl der Führungen hat mit 257 ebenso eine neue Bestmarke erreicht. Die Pressebeauftragte Elke Stosse führt dies unter anderem auf das große Interesse der Schulen zurück: "Wir haben speziell für Schulen thematische Schwerpunkte gesetzt, die diese in Workshops und Themenführungen beanspruchen können."
Für die erste Jahreshälfte von 2016 hat die Friedrich-Ebert-Stiftung den Kalender des Museums nun bereits wieder dicht beschrieben (siehe Extra). Stosse erwartet für dieses Jahr, "dass Karl Marx wieder groß gefeiert wird. Dazu konzipieren wir gerade auch eine neue Ausstellung". Der 200. Geburtstag von Triers berühmtestem Sohn im Jahr 2018 und verschiedene Sonderthemen bestimmen das Programm.
Außerdem steht dem Museum bald auch das "Rote Haus" Ecke Stresemannstraße/Brückenstraße zur Verfügung (der TV berichtete). Nach Angaben der Museumsleiterin Elisabeth Neu soll die Verwaltung, die bisher in das gegenüberliegenden Gebäude der Brückenstraße 6 hineingezwängt war, dort einziehen. Die frei werdenden Räume könnten zum Beispiel für einen weiteren Ausstellungsteil genutzt werden.
Das Museum Karl-Marx-Haus ist seit 1968 in Händen der Friedrich-Ebert-Stiftung. Als Museum besteht es seit 1947.
Extra
16. März: Enthüllung eines Kunstwerks des Wortkünstlers SAXA: Es ist ein Porträt von Marx, das sich aus dessen eigenen Zitaten bildet, die SAXA in verschiedenen Grautönen auf eine Leinwand geschrieben hat. 12. April: Eröffnung der Sonderausstellung "Der Kalte Krieg. Ursachen - Geschichte - Folgen" zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Sie ist als Wanderausstellung konzipiert und wird mit einer Podiumsdiskussion beginnen. 6. Mai: Das Museum Karl-Marx-Haus beginnt seinen Countdown zum 200. Geburtstag des Trierers im Jahr 2018. In festlichem Rahmen soll eine Bronzebüste enthüllt werden, die sein Urenkel Karl-Jean Longuet-Marx vor Jahrzehnten geschaffen hat und die bisher in Familienbesitz war. lbu Mehr Infos zum Programm für 2016 gibt es unter fes.de/Karl-Marx-Haus