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14.01.2015
jp Ausführlicher Bericht folgt.

Landrat kritisiert Kosten für Marx-Ausstellung

(Trier) Günther Schartz, Landrat des Kreises Trier-Saarburg und stellvertretender Landesvorsitzender der CDU Rheinland-Pfalz, hat im Namen seiner Partei die Höhe der Investitionen in die Karl-Marx-Ausstellung in Trier kritisiert. Diese für 2018 geplante Ausstellung zum 200. Geburtstag von Karl Marx in seiner Geburtsstadt soll 5,6 Millionen Euro kosten (der TV berichtete). Dossier zum Thema: Karl Marx 2018

Das hält die CDU für zu teuer. "Das finanziell notleidende Land sollte die Summe für ehrenamtliche Kultur, die jetzt sehr geforderte Polizei oder Infrastrukturinvestitionen verwenden", fordert Schartz. Geplant ist, dass das Land 4,2 Millionen Euro der Kosten trägt, die Stadt Trier den Rest.
Das SPD-geführte Kulturministerium lehnt die Kritik ab und verweist auf die Ausstellung über Kaiser Konstantin 2007 in Trier, die ein wirtschaftlicher Erfolg gewesen sei.
Die Karl-Marx-Ausstellung soll an zwei Standorten in Trier stattfinden. Das Rheinische Landesmuseum Trier wird auf 1500 Quadratmetern Marx im Zentrum eines Epochenbildes zeigen. Das Stadtmuseum Simeonstift soll auf 500 Quadratmetern unter dem Arbeitstitel "Generation Marx" Trier und die Region beleuchten. Am Montag haben Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Triers Oberbürgermeister Klaus Jensen, Monsignore Michael Kneip für das Bistum Trier und Ex-Ministerpräsident Kurt Beck als Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung in Trier eine Kooperationsvereinbarung unterschrieben. Die Ausstellung soll durch ein kulturelles und wissenschaftliches Rahmenprogramm ergänzt werden. jp
Ausführlicher Bericht folgt.