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A1 zwei Stunden gesperrt: LKW und Auto kollidieren bei Salmtal (Fotos)(Update)

(Föhren/Salmtal) Nichts ging mehr auf der A 1 von Trier Richtung Koblenz: Bis zum Parkplatz Hetzerath war am Mittwochmittag kein Vorankommen mehr. Zwischen den Anschlussstellen Schweich und Salmtal waren ein Auto und ein LKW kollidiert.

13.09.2017
Agentur Siko/red
Verletzte gibt es nach Angaben der Feuerwehr nicht. Ein Autofahrer überholte gegen 11.30 Uhr mit seinem Auto etwa einen Kilometer vor der Abfahrt Salmtal einen 40-Tonner-Sattelzug. Laut Polizei kam das Fahrzeug dabei ins Schleudern, laut Polizei vermutlich wegen nicht angepasster Geschwindigkeit bei Regen. Es prallte gegen die Mittelschutzplankle und von dort gegen den Sattelzug. Dabei wurde der Tank des Sattelzugs beschädigt, Kraftstoff lief aus.

Beide Fahrer hatten großes Glück, niemand wurde verletzt. Beide Fahrzeuge wurden abgeschleppt. An ihnen entstand laut Polizei ein Sachschaden in Höhe von rund 30.000 Euro. Besonders ärgerlich für den Mercedes-Fahrer: Er hatte das hochwertige Fahrzeug erst unmittelbar vor dem Unfall im Raum Trier gekauft und war auf dem Heimweg.

Aus dem Sattelzug lief eine größere Menge Diesel aus, was die Feuerwehr auf den Plan rief. Hilfsbereite Verkehrsteilnehmer fingen den auslaufenden Kraftstoff mittels Notbehältnissen wie Mörtelkübel auf und verhinderten größere Umweltschäden.

Die Feuerwehr hatte nach eigenen Angaben während der Anfahrt zur Einsatzstelle massive Probleme mit den Autofahrern, die keine Rettungsgasse gebildet hatten und die Feuerwehrmänner zwangen auszusteigen, um den Autofahrern zu erklären, wie solch eine Gasse gebildet wird. Wäre es heute um ein Menschenleben gegangen, so die Feuerwehr, wäre die Feuerwehr wohl zu spät an die Einsatzstelle eingetroffen.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass laut aktueller Rechtslage eine Rettungsgasse bei jedem Stau bzw. stockendem Verkehr sofort und nicht erst bei Erscheinen von Einsatzfahrzeugen zu bilden ist und diese auch für eventuell nachrückende Kräfte freizuhalten ist.

Die Autobahn blieb etwa zwei Stunden gesperrt. Der Verkehr staute sich zeitweilig bis zu zehn Kilometer zurück.

Im Einsatz waren das DRK Wittlich sowie die Feuerwehren aus Hetzerath, Salmtal und Wittlich.