Die Schweicher Brücke wird ab Dienstag wegen Sanierungsarbeiten zum einspurigen Engpass (der TV berichtete). Mindestens bis Freitag muss im Berufsverkehr mit Staus vor den Baustellenampeln gerechnet werden. Nach Abschluss der Arbeiten folgt eine Sperrung der Longuicher Brücke.
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Schweich/Longuich. Eine Kollision mit Langzeitfolgen: Kurz vor Weihnachten 2011 hatte das Schweizer Tankschiff Piz Terri die Schweicher Brücke gerammt und dabei tragende Teile des mittleren Hauptbogens beschädigt (der TV berichtete). Unmittelbar nach dem Unfall beschränkte der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Trier die Höchstbelastungsgrenze der Brücke auf 16 Tonnen - die Einschränkung gilt bis heute. Die Reparatur des Brückenbogens wurde auf die Zeit der nächsten Moselschleusenwartung vom 12. bis 19. Juni verschoben. Grund: Während der Schleusenausbesserung ist der Fluss für den Schiffsverkehr gesperrt, was die Arbeiten unterhalb der Brücke erheblich erleichtert und verkürzt.
Ende der 16-Tonnen-Grenze
Am heutigen Dienstagmorgen, 12. Juni, beginnen die Arbeiten an der Brücke. Sie werden voraussichtlich bis Freitag dauern. Da eine Fahrbahnhälfte für die Baugeräte benötigt wird, steht für Autos nur noch eine Fahrspur zur Verfügung. Der Einspurbetrieb wird durch Baustellenampeln an den Brückenköpfen geregelt.
Wie Hans-Michael Bartnick vom LBM auf Anfrage mitteilt, ist das Zeitfenster für die Arbeiten knapp und auf die Tage der Schleusensperrung beschränkt. Bartnick: "Uns bleiben also nur wenige Tage ohne Schiffsverkehr, um am Brückenbogen eine gerissene Stahlarmierung zu ersetzen und neu mit Beton zu ummanteln. Nach Abschluss der Arbeiten kann die 16-Tonnen-Gewichtsbeschränkung wieder aufgehoben werden." Die Reparaturkosten in Höhe von rund 40 000 Euro würden der Versicherung der Schweizer Reederei in Rechnung gestellt.
Unmittelbar nach dem Abschluss der Arbeiten in Schweich folgen die auf drei Wochen angesetzten Arbeiten an der Longuicher Brücke. In dieser Zeit bleibt der Longuicher Übergang für den Autoverkehr gesperrt. Eine Umleitung über Schweich wird ausgeschildert. Fußgänger und Radfahrer können die Brücke uneingeschränkt weiternutzen.
Saniert wird die brüchig gewordene untere Betonhaut an beiden Nebenbögen der Brücke. Nach LBM-Angaben handelt es sich dabei nicht um tragende Elemente. Bereits im vergangenen Jahr waren die Arbeiten schon einmal begonnen worden. Sie mussten aber unterbrochen werden, weil die Schäden am Bauwerk größer waren als zunächst angenommen.
Extra
Die Schweicher Brücke wurde Ende der 1940er Jahre als Ersatz für die im Krieg zerstörte Vorgängerin erbaut. Die Stahlbetonkonstruktion ist nach Angaben des Landesbetriebs Mobilität im Kern marode. Außerdem entspricht die Brücke nicht mehr den heutigen Anforderungen. Seit Beginn der Großschifffahrt auf der Mosel stießen zahlreiche Schiffe gegen die Pfeiler oder die tiefen Bögen, die für Großschiffe nicht geplant waren. Probleme bereitet auch der stark angewachsene Straßenverkehr. Erforderlich wäre ein zweiter Brückenkopf-Kreisel am rechten Moselufer. Doch die bestehende Brückenkonstruktion lässt diese Lösung aus Platzgründen nicht zu. Nach Auffassung der Experten muss die Brücke innerhalb der nächsten zehn Jahre ersetzt werden. f.k.
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