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aus unserem Archiv vom 17. Juni 2012
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Amseln zwitschern im Sommergefieder

Von den Comedian Harmonists über Herbert Grönemeyer bis zu den Beach Boys reicht das Repertoire der Ohmschele. Das Männerseptett vom Mittelrhein besteht seit mehr als 30 Jahren. Mit dabei: der Trierer Uni-Präsident Michael Jäckel.

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Pluwig. "Ihr seht ja aus wie die Ohmschele!" - auf hochdeutsch: wie die Amseln. Diesem Ausspruch in Oberweseler Mundart verdankt das A-cappella-Septett seinen Namen, der auf die Kleidung im schwarzen Frack anspielt. Zum Auftritt auf dem Pluwiger Kirchplatz hatten die sieben Amseln jedoch ihr Wintergefieder abgelegt und traten nur in weißem Hemd und Fliege auf. Denn schließlich machte diesmal der Pluwiger Sommer seinem Namen alle Ehre. Während vor kurzem die Matinee des Musikvereins Kell buchstäblich ins Wasser gefallen war, nahmen diesmal mehr als 100 Zuhörer in der Mittagssonne auf den Stühlen Platz und ließen sich ein Gläschen Ruwerwein schmecken.
Ob sie den kleinen grünen Kaktus besingen, die Loreley oder - mit Herbert Grönemeyer - die Männer: Die Ohmschele tun es ohne instrumentale Begleitung und in ebenso gekonnten wie humorvollen Arrangements. Diese stammen vom künstlerischen Leiter Elmar Schmitz. Der in und um Trier bekannteste Mitsänger ist jedoch ein anderer: Universitätspräsident Michael Jäckel. Seit mehr als 30 Jahren ist er musikalisch verbunden mit seinen Sangesbrüdern aus dem Mittelrheintal, von denen einer übrigens auch sein leiblicher Bruder ist. Der Soziologieprofessor übernahm zusätzlich die Moderation zwischen den Stücken.
Vom Publikum gab es viel Applaus für die Darbietungen auf hohem Niveau und von Ortsbürgermeister Wolfgang Annen ein Weinpräsent. Die Amseln dankten mit einer besonderen Zugabe. Darin kombinierten sie bekannte, aber völlig unterschiedliche Lieder wie "O mein Papa" und "Grüezi wohl, Frau Stirnimaa" zu einem harmonischen Gesang. Nur eine Frage blieb offen: ob sie bei "Trink mer noch ein Tröpfchen" eher an Ruwer- oder an Rheinwein dachten. daj




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