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Barrierefrei und innovativ: Fördermittel vom Land für Parks Nord- und Südeifel

(Prüm/Irrel/Mainz) Mit einer gemeinsamen Bewerbung haben die Naturparks Nord- und Südeifel einen landesweiten Förderwettbewerb gewonnen. Sie können nun exklusiv Fördermittel zum Ausbau barrierefreier Tourismusangebote beantragen.

17.02.2016
Prüm/Irrel/Mainz. Die Naturparks Nord- und Südeifel wagen den Spagat zwischen Naturschutz, Landschaftspflege und Tourismusförderung. Dass sie dabei gute Arbeit leisten, wird nun vom Land Rheinland-Pfalz belohnt.
Beide Vereine konnten die Fachjury von "Tourismus für alle - Entwicklung barrierefreier Modellregionen in Rheinland-Pfalz" überzeugen und gehören neben den Regionen Bad Kreuznach, Bad Münster-Ebernburg, Speyer-Rheinpfalz, Saar-Obermosel sowie Germersheim zu den fünf Siegern der zweiten Runde des landesweiten Wettbewerbs.

Wirtschaftsministerin Eveline Lemke hat die Sieger bei einem Festakt in Mainz ausgezeichnet. "Urlauber, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, sind eine wichtige Zielgruppe im Tourismus-Sektor, die wir willkommen heißen möchten. Insbesondere Senioren reisen viel und gerne und bevorzugt innerhalb Deutschlands. Und natürlich kommen barrierefreie Angebote vielen Menschen zugute", sagte die Ministerin bei der Preisverleihung. Sie betonte, dass eine breite Gruppe von Erholungssuchenden angesprochen werde. Eltern, die mit dem Kinderwagen unterwegs seien, freuten sich genauso über den Ausbau wie viele andere in ihrer Aktivität eingeschränkte Personen.
Mit der Auszeichnung haben sich die Sieger exklusiven Zugriff auf Fördermittel aus dem sogenannten EFRE-Strukturfonds (Europäischen Fonds für regionale Entwicklung) gesichert.

Schulterschluss führt zum Erfolg


Insgesamt haben sich 28 Regionen dem Urteil der unabhängigen Fachjury gestellt. Die Naturparks der Eifel gingen mit einem gemeinsamen Vorhaben ins Rennen.
"Unter Federführung des Zweckverbandes Naturpark Südeifel haben sich alle Touristinformationen der Verbandsgemeinden Arzfeld, Bitburger Land, Prüm, Speicher, Südeifel und Trier-Land sowie die Stadt Bitburg, die Wirtschaftsförderung des Eifelkreises Bitburg-Prüm und der Naturpark Nordeifel zu einem effektiven touristischen Netzwerk zusammengefunden und einen gemeinsamen Wettbewerbsbeitrag eingereicht. Diese gemeinsame Strategie hat zum Erfolg geführt", sagte Landrat Joachim Streit.

Punkten konnte der Beitrag unter anderem durch eine Konzentration auf die touristischen Themen Wandern und Naturerleben. Eine unabhängige Jury schätzte den Innovationsgrad des Wettbewerbsbeitrags aus der Eifel als hoch ein, da bislang noch keine Region die Qualitätskriterien für Wanderwege mit den Kriterien für Barrierefreiheit nach dem Zertifizierungssystem "Reisen für Alle" kombiniert hat.
Um die Vernetzung der Parks voranzubringen und das Pilotprojekt weiter anzustoßen, soll demnächst die Stelle eines Innovationsmanagers eingerichtet werden. aff

 

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