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Bisher sieben Bewerber für das Direktkandidat im Bundestagswahlkreis Trier

(Trier) Für die Nachfolge von Bernhard Kaster als Direktkandidat im Bundestagswahlkreis Trier gibt es bisher sechs Bewerber. Ein weiterer muss noch Unterschriften sammeln. Dossier zum Thema: Bundestagswahl 2017

22.02.2017
Harald Jansen
Zwischen der Stadt Trier und dem Landkreis Trier-Saarburg gibt es keinen Unterschied - jedenfalls bei der Bundestagswahl. Denn anders als bei der Landtagswahl bilden Stadt und Kreis eine Einheit. Bei der bisher letzten Bundestagswahl war eine Mehrheit der Meinung, dass Bernhard Kaster (CDU) die Interessen der Region am besten im Bundestag vertritt.

Der Pfalzeler und ehemalige Bürgermeister der Verbandsgemeinde Trier-Land tritt bekanntlich nicht mehr an (der TV berichtete). Die Kandidatur von drei Männern und drei Frauen steht bereits fest.

Gute Chancen kann sich Katarina Barley ausrechnen. Die Sozialdemokratin aus Schweich war zwar 2013 Kaster noch unterlegen. Inzwischen ist sie Generalsekretärin der Bundes-SPD. Das allein dürfte ihre Bekanntheit vergrößert haben.

Andreas Steier aus Pellingen möchte ebenfalls nach der Wahl am Sonntag, 24. September, die Nachfolge Kasters antreten. Der Pellinger ist derzeit auf Tour durch Stadt und Landkreis, um sich bekannter zu machen. Der Christdemokrat sitzt im Kreistag Trier-Saarburg und ist in der Mittelstandsvereinigung der Partei aktiv.

Neben dem Wahlkreisabgeordneten gibt es zwei weitere Bewerberinnen ums Direktmandat, die aufgrund ihrer Platzierung auf Landeslisten bereits im Bundestag sitzen. Es sind die Triererinnen Corinna Rüffer (Bündnis90/Grüne) und Katrin Werner (Linke). Beide sind bereits 2013 als Direktkandidatinnen angetreten. Neu im Geschäft ist in zweierlei Hinsicht Erwin Ludwig. Der Thörnicher ist Direktkandidat der AFD und bisher eher ein unbeschriebenes Blatt. Der Diplom-Volkswirt arbeitet seit 1992 in verschiedenen Positionen in der Verwaltung des Deutschen Bundestags.

Die Partei hatte beim bisher letzten Urnengang auf Bundesebene im Wahlkreis Trier noch keinen eigenen Bewerber ins Rennen geschickt.

Adrian Assenmacher stammt aus der Nähe von Kaiserslautern und lebt seit 2008 in Trier. Er studierte Geografie und Anglistik auf Lehramt und promoviert derzeit im Fach Geoinformatik über den Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Und er will für die FDP das Direktmandat im Wahlkreis erreichen.

Andrej Soffel (40 Jahre, Fremdsprachenkorrespondent) will ebenfalls in den Bundestag. Der Kandidat der Partei die Partei hat jedoch noch anders als andere Bewerber eine weitere Hürde zu bewältigen. Da diese Partei bisher weder im Bundestag noch in einem Landtag vertreten ist, muss der in Trier lebende Stoffel 200 gültige Unterstützungsunterschriften vorlegen, damit er antreten darf. Sein Vorgänger Christian Nicolay hatte 2013 bewiesen, dass dies machbar ist.
Natürlich können auch andere Parteien und Gruppierungen noch Wahlkreiskandidaten benennen. Neben den Freien Wählern war es die NPD, die 2013 einen Kandidaten ins Rennen um das Direktmandat geschickt hat. Ob am Ende sieben oder noch mehr Kandidaten auf Wahlkreisebene um die Gunst der rund 193 000 wahlberechtigten Menschen aus Trier und dem Kreis Trier-Saarburg buhlen, wird erst im Sommer feststehen. Bis um 18 Uhr am 17. Juli müssen die Vorschläge beim Kreiswahlleiter vorliegen. Bis Ende Juli wird dann der Wahlausschuss entscheiden, ob alle Bewerber die Voraussetzungen erfüllen.
WAHLHELFER GESUCHT 
Extra
Wahlhelfer sind wichtig, damit bei der Stimmabgabe und -auszählung alles richtig abläuft. Für die Bundestagswahl werden wieder Freiwillige gesucht. Interessenten können sich wenden an das Bürgeramt der Stadt Trier, Telefon 0651/718-0, oder bei den Verbandsgemeindeverwaltungen im Landkreis Trier-Saarburg.