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Buskunden falsch informiert

(Gusterath/Trier) Die Stadtwerke räumen Abstimmungsprobleme wegen des Straßenausbaus in Gusterath ein.

16.10.2017
Albert Follmann
Gusterath/Trier Gisela Jünger aus Gusterath ist derzeit nicht gut auf die Stadtwerke Trier (SWT) zu sprechen. Sie arbeitet in Trier und ist auf die Fahrten mit Bussen der Linie 30 angewiesen. Doch die würden in jüngster Zeit nicht immer planmäßig fahren, seien unpünktlich oder kämen verspätet. Auch die App der Stadtwerke, mit der unter anderem auf kurzfristig geänderte Fahrten hingewiesen wird, stimme häufig nicht mit den wirklichen Fahrtzeiten überein, sagt die 55-Jährige. Das reinste Chaos herrsche beim Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Ort, sagt Jünger, seit die Straßen in Gusterath ausgebaut werden. Vor allem ältere Bewohner und andere, die nicht gut zu Fuß seien, blieben auf der Strecke. Umleitungen funktionierten oft nicht, hinzu kämen Verzögerungen durch Baustellen auf der Busfahrt nach Trier, etwa in Tarforst und an der Sickinger Straße.
Die digitale Auskunft für Gusterath sei zeitweise nicht korrekt gewesen, räumt SWT-Sprecher Carsten Grasmück ein: "Der zweite Bauabschnitt des Straßenausbaus in Gusterath wurde gegenüber der ursprünglichen Planung verlängert und sollte ursprünglich bereits am 18. September beendet sein. Da unsere Fahrplanauskunft mit einer gewissen Vorlaufzeit bedient werden muss, war die digitale Auskunft für Gusterath vom 18. September bis zum 11. Oktober nicht korrekt. Dafür bitten wir um Verständnis." Mit der Umstellung auf den dritten Bauabschnitt am vergangenen Mittwoch sei eine massive Veränderung der Buslinienführung erforderlich geworden, so Grasmück. Leider habe weder die zuständige Behörde noch der Bauunternehmer eine konkrete Uhrzeit der Umstellung angegeben. "Wir hatten keine Möglichkeit, unsere Fahrgäste über den genauen Zeitpunkt der Umstellung zu informieren." Bei Rückfragen könnten sich Fahrgäste an das SWT-Stadtbuscenter wenden (Telefon 0651/717-273).
In vier Bauabschnitten und über einen Zeitraum von etwa 18 Monaten werden in Gusterath Straßen und Gehsteige erneuert sowie Versorgungsleitungen gelegt. Es gibt wechselnde Sperrungen von Straßenabschnitten, die auch immer wieder andere Fahrtrouten für Busse erforderlich machen.
Derzeit pflastert die Firma Lehnen Gehwege in der Brunnenstraße und stellt den Anschluss an den vorhandenen Abwasserkanal im Kreuzungsbereich der Straße "Im Bilser" und der Trierer Straße her. Etwa fünf bis sechs Wochen werde noch an dieser Kreuzung gearbeitet, schätzt Polier Wolfgang Dietrich. Die Grabungen gestalteten sich wegen des felsigen Untergrunds schwierig. Am heutigen Montag werde parallel zu den Tiefbauarbeiten mit dem Abfräsen der Trierer Straße begonnen, so Dietrich. Auch hier laufe das ganze Programm ab: Straße, Wasser, Kanal, Hausanschlüsse und Leerrohre für Kabel. Später soll auch noch die Romikastraße ausgebaut werden.