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Chaos in der Großfamilie

(Leiwen) Der Theaterverein Leiwen präsentiert die Komödie "Für die Familie kann man nichts" und strapaziert die Lachmuskeln des Publikums.

19.04.2017
Renate Scherf-Pitzing
Der Theaterverein begrüßte in dieser Saison mit Hans Schimmels rabenschwarzer Komödie "Für die Familie kann man nichts!" sein Publikum an anderer Spielstätte. Das ehemalige Gasthaus Schu stand nicht mehr zur Verfügung. Dank sehr vieler engagierter Helfer und Sponsoren, verbunden mit einem hohen finanziellen Aufwand, gelang es, in der Turnhalle des Ortes eine vorübergehende Ausweichmöglichkeit zu finden.

"Wir hoffen, dass im nächsten Jahr das Gemeindezentrum fertig ist und wir in der neuen Halle, die allen Vereinen zur Verfügung steht, spielen können", sagt Irmi Wolf, einer der Darstellerinnen. Die Liebhaber des Mundarttheaters bedankten sich für das Engagement ihres Theatervereins mit drei ausverkauften Veranstaltungen und viel Applaus rund um die chaotische und doch so sympathische Familie von Jupp Rodes (Reinhold Stoffel).

Der Winzer Jupp möchte seiner Herzensdame Ernestine (Tina Lehnert) sein Heim in normaler Atmosphäre präsentieren. Dies ist kein leichtes Unterfangen, denn da sind sein stotternder Bruder Hubbi (Christian Stoffel), ein Erfinder vieler sinnloser Dinge, sein Bruder Stefan (Michael Bartel), der geniale Computerhacker am Rande der Legalität und mit einem Bein infolgedessen fast immer im Knast, seine Schwester Lisbeth (Christa Weiß), die seit einem Indienaufenthalt strikt Wasser meidet, um ihre Aura nicht zu zerstören und die der Familie gewaltig "stinkt" sowie seine gefräßige Schwester Appel (Christine Ferber), deren Heiligtum der Kühlschrank ist.

Als Stefan, der als Leichenwagenfahrer in einen Nebenjob arbeitet, einen vermeintlich Toten, den mysteriösen Albert (Heiner Martini), aufgrund einer Autopanne in der guten Stube zwischenlagert, ist das Chaos perfekt. Lisbeth beschwört die Geister herauf, um für ihre Freundin Elfriede (Anke Stoffel) einen Mann zu finden. Hubbi funktioniert Jupps Auto zu einem "Null-Liter"-Fahrzeug um und Stefan hackt sich ins Verteidigungsministerium ein und lässt die griechische Flotte auslaufen. Aber, wie zu erwarten: Nach drei Akten und viel Applaus glätten sich die Wogen und "Ende gut, alles gut."

Die weiteren Akteure:
Erste Vorsitzende Karin Forster, Anita, eine Steuerfachfrau (Anja Skorjanec), Gisela, die Putzfrau (Irmi Wolf), Gerd, ein Freund von Jupp (Peter Thul), Souffleuse, Regie, Gesamtleitung (Karin Forster), Frisuren und Maske (Heidi Schu), Bühnenbau und Bühnentechnik (Bernhard Werner, Bernd Forster, Matthias Bartel, Wolfgang Treinen).