region/trierland

Dachdeckermeister appellieren an den Gemeinschaftssinn

(Trier/Wittlich/Saarburg) Die Innung Trier-Wittlich-Saarburg des Berufsstands hat mit ihrer Vorstandswahl Peter Lay als Obermeister bestätigt. Drei verdiente Kollegen sind ausgezeichnet worden.

23.03.2017
Trier/Wittlich/Saarburg (red) Die Dachdecker-Innung Trier-Wittlich-Saarburg freut sich über ein neues Mitglied: Andreas Schlöder aus Osburg, der sogleich über den neuen Vorstand der Innung mit abstimmen durfte. Die Wahl des Obermeisters, geleitet von Kreishandwerksmeister Herbert Tschickardt, bestätigte dabei Peter Lay als Obermeister.
Auch die übrigen Ergebnisse der weiteren Wahlen, nunmehr geleitet vom alten und neuen Obermeister Lay, zeigten, dass die Innungsmitglieder mit der bisherigen Vorstandsarbeit zufrieden sind. Klares Indiz dafür ist auch die Wiederwahl von Jürgen Thieltges zum stellvertretenden Obermeister.
Heinrich Scholtes jr. wurde zum neuen Lehrlingswart gewählt. Vorgänger Konrad Kremer bleibt dem Vorstand zwar erhalten, schlug Heinrich Scholtes jr. jedoch als seinen Nachfolger vor. "Nach nunmehr 27 Jahren im Prüfungsausschuss und mittlerweile 13-jähriger Tätigkeit als Lehrlingswart möchte ich das Amt in jüngere Hände übergeben", erklärte Kremer.
Vorab hatte er die Teilnehmer der Jahreshauptversammlung aber letztmalig zum aktuellen Stand der Dinge in Sachen Ausbildung informiert. "In unserem gesamten Geltungsbereich gibt es derzeit 73 Auszubildende, wovon 25 auf die Innungsbetriebe entfallen", konstatierte Kremer.
Die Arbeitgebervertreter im Gesellenprüfungsausschuss wurden turnusgemäß wiedergewählt.
Erfreulich war außerdem die Verleihung des silbernen Meisterbriefs der Kreishandwerkerschaft Trier-Saarburg an die verdienten Kollegen Norbert Mahnhardt, Michael Dier und Dietmar Frankreiter. Es wurde eine Satzungsänderung beschlossen: Die Wahlperiode des Vorstands und aller nachstehenden Ausschüsse erhöht sich von drei auf fünf Jahre. Ferner wurde die Erhebung einer Ausbildungsbetreuungsgebühr für Nicht-Innungsmitglieder mit Aufnahme ins Gebührenverzeichnis der Innung beschlossen.
Olaf Fackler, stellvertretender Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Trier-Saarburg, informierte über die Aktivitäten der Geschäftsstelle, qualifizierte Jugendliche für den Dachdecker- sowie weitere Handwerksberufe zu gewinnen. Im Rahmen des Berichtes aus der Geschäftsführung präsentierte er des Weiteren das Jahresergebnis 2016 und den Wirtschaftsplan 2017, die beide einstimmig verabschiedet wurden. Auf der Agenda stand auch ein Vortrag von Rolf Fuhrmann, Geschäftsführer des Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Rheinland-Pfalz. Neben fachlichen Dingen ging es dabei nicht zuletzt darum, was eigentlich eine Innungsmitgliedschaft ausmacht (nicht nur das Gewerk des Dachdeckers betreffend).
Darunter wurden folgende wesentliche Aspekte genannt: Keine negativen Äußerungen über Innungskollegen und keine negativen Äußerungen andere Handwerksberufe betreffend: Dachdecker verstehen sich als Teil der großen Handwerkerfamilie. Kollegenhilfe auch im Sinne der rechtlich zulässigen erlaubten Überlassung von Mitarbeitern: In Zeiten des Fachkräftemangels sollte man sich gegenseitig unterstützen, soweit dies betrieblich möglich und rechtlich zulässig ist. Die Fairness gebietet, Innungskollegen nicht durch das aktive Abwerben von Mitarbeitern zu schwächen. Entscheidet sich ein Mitarbeiter dennoch dazu, von einem zum anderen Innungsbetrieb zu wechseln, sollte dies aus eigener Motivation geschehen.