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Das sind 2013 die größten Projekte im Kreis Trier-Saarburg

(Trier-Saarburg) Neues Jahr, neue Visionen, neue Ausgaben: Für 2013 nehmen die Kommunen im Trierer Umland einige Millionen Euro in die Hand, um ihre Infrastruktur zu verbessern. Der Trierische Volksfreund zeigt auf einen Blick, in welche Projekt das meiste Geld fließt.
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Ortsumgehung Konz-Könen


20 Millionen Euro kostet die Umgehungsstraße für den Konzer Stadtteil Könen. Sie wird die wichtigste Verbindung zwischen Trier, Konz und Saarburg: Die 4,3 Kilometer lange Trasse soll von der B 419 bei Wasserliesch abzweigen und dann westlich an Könen vorbei Richtung Tawern verlaufen. In der Nähe der K 112, die von der B 51 Richtung Tawern abzweigt, stößt die B 51neu auf die bestehende Bundesstraße. 2012 wurde schon kräftig gebaut. Bis Ende 2013 sollen alle Anschlussstellen, Brücken und Unterführungen fertig sein. 2014 wird die eigentliche Trasse asphaltiert.

Gleisausbau zwischen Igel und Wasserbillig


Ein Mammutprojekt plant die Deutsche Bahn auf ihrer Strecke zwischen Igel und Igel-West (Grenze bei Wasserbillig). Dort soll auf zwei Kilometern Länge ein zweites Bahngleis verlegt werden. Die Arbeiten sollen 2013 beginnen. Die Investitionssumme: 19 Millionen Euro. Vorgesehen sind die Erneuerung von Brücken, unter anderem über die B 49 und die Kreisstraße 3, Felshang-Sicherungen und der Bau einer bis zu vier Meter hohen Lärmschutzwand.
Zudem soll ein "Außenbahnsteig" am Bahnhof Igel gebaut werden, inklusive Bahnhofsumfeldgestaltung. Dank des Ausbaus sollen mehr als doppelt so viele Züge wie derzeit an der Luxemburger Grenze unterwegs sein. Die Ortsgemeinde und einige Igeler Bürger haben aber bereits Widerstand gegen die Pläne angekündigt.

Neue Grenzbrücke zwischen Wellen und Grevenmacher


Per Staatsvertrag haben die Deutschen und die Luxemburger schon 2009 besiegelt, dass eine neue Brücke zwischen Wellen und Grevenmacher gebaut wird. 17 Millionen Euro investieren die beiden Staaten für das Großprojekt. Ende Mai wird die alte Brücke für viereinhalb Monate gesperrt. Viele der 15 000 Autofahrer, die täglich über die Brücke fahren, befürchten ein Verkehrschaos während der Sperrung. Die Straßenbaubehörden beider Länder empfehlen den Luxemburg-Pendlern, die Stelle während der Vollsperrung weiträumig zu umfahren. Außerdem sollen zehn neue Pendler-Parkplätze im Kreis Trier-Saarburg erschlossen werden.

Schulneubauten in Schweich


Der Schulstandort Schweich soll weiter wachsen: Geplant ist eine neue Grundschule der Verbandsgemeinde (VG) Schweich für 400 Kinder und eine neue Förderschule des Kreises. Entstehen sollen die Gebäude auf einer Fläche nordwestlich des Baugebiets Ermesgraben. Experten hatten das rund 34 000 Quadratmeter umfassende Gelände in einer Machbarkeitsstudie untersucht und für gut befunden.
Der Verein Lebenshilfe, Kreisvereinigung Trier-Saarburg, plant auf einem Nachbargelände ein Wohnheim und einen integrativen Fünf-Gruppen-Kindergarten. Inzwischen wurde für das Areal ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet.

Sonnenstrom für Saarburg


Saarburg produziert bald seinen eigenen Sonnenstrom. Auf dem Schießstand des ehemaligen französischen Truppengeländes in Beurig sollen bis zu elf Millionen Euro in eine Photovoltaikanlage investiert werden. Es würde eine der größten Investitionen der vergangenen Jahre werden. Die Anlage könnte zugleich das erste Projekt der Regionalwerke sein, die der Landkreis Trier-Saarburg zusammen mit der Stadt Trier gegründet hat. Die Photovoltaikanlage würde mit einer Größe von 15 Hektar nach Mehring (VG Schweich) die zweitgrößte im Kreis. Das geplante Kraftwerk soll eine Leistung von zehn Megawatt erbringen. Das Gelände dafür will die Stadt von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) pachten, die das ehemalige französische Militärgelände für den Bund verwaltet.

Familienzentrum Waldrach und Grundschule Gusterath


In der Verbandsgemeinde Ruwer fließen 2013 mehrere Millionen Euro in Infrastruktur für die jüngsten VG-Bewohner. 2,8 Millionen Euro kostet das Waldracher Familienzentrum, das ab Frühjahr auf dem Dorfplatz entsteht. Im Gebäude sollen ein neues Bürgerhaus und eine fünfgruppige Kita untergebracht werden. Im Herbst 2014 soll es bezugsfertig sein.
Insgesamt etwa 2,6 Millionen Euro fließen in den Neubau von Grundschule und Bürgerhaus in Gusterath. Beide Gebäude werden durch eine Mehrzweckhalle verbunden, die Schüler und Ortsvereine gleichermaßen nutzen sollen. Die VG Ruwer beteiligt sich mit 1,2 Millionen Euro, 390 000 Euro geben Land und Kreis. Die restlichen Kosten trägt die Ortsgemeinde. Die Arbeiten sollen 2013 zumindest mit dem Abriss des jetzigen Bürgerhauses starten.

Feuerwehrmuseum Hermeskeil


Im Herbst 2013 soll es eröffnet werden: In der Hermeskeiler Innenstadt laufen seit einigen Monaten die Bauarbeiten für das rheinland-pfälzische Feuerwehrmuseum. Dafür wird das marode Gebäude des früheren Heimatmuseums saniert und zusätzlich ein Neubau errichtet. Auf einer Ausstellungsfläche von etwas mehr als 1000 Quadratmetern sollen die Besucher in mehreren Erlebnisräumen mehr über das Feuerwehrwesen im Wandel der Zeit und seine heutigen Aufgaben erfahren. Außerdem werden historische Fahrzeuge und Geräte gezeigt. Die Gesamtkosten für das Museum liegen inklusive Gastronomieteil bei circa 3,8 Millionen Euro. Bauträger ist die Stadt Hermeskeil, die für den Bau des Museums einen hohen Landeszuschuss erhalten hat.

Zweiter Bauabschnitt Gymnasium Schweich


Zum gerade fertiggestellten Stefan-Andres-Gymnasium Schweich soll noch in diesem Jahr das Zweitgebäude mit Klassenräumen und Schulbibliothek hinzukommen. Der zweite Bauabschnitt ist mit 3,6 Millionen Euro veranschlagt. Bis zum Schuljahr 2014/2015 will der Kreis Trier-Saarburg sein Schweicher Gymnasium komplett fertiggestellt haben.

Umbau des Schweicher Freibads


Der rund 2,8 Millionen Euro teure Komplettumbau des Schweicher Freibads soll Ende Mai dieses Jahres zu Beginn der neuen Badesaison abgeschlossen sein. Bauherr des Projekts, bei der die gesamte Anlage mit Edelstahlbecken ausgestattet wird, ist die Verbandsgemeinde Schweich. Im Frühjahr 2012 hatten die Arbeiten begonnen. Der Umbau ist erforderlich, da der weitere Betrieb der stark maroden alten Badeanlage wirtschaftlich nicht mehr vertretbar war.

Feuerwehrausrüstung und Wache in Saarburg


Die Verbandsgemeinde Saarburg will 2013 viel Geld für ihre Feuerwehr in die Hand nehmen. Insgesamt 2,1 Millionen Euro sollen in Ausrüstung und Gerätehäuser fließen. Eine neue Drehleiter muss her, außerdem ein neues Einsatzfahrzeug. In den Ortsgemeinden müssen einige Feuerwehrhäuser saniert oder neu gebaut werden. Saarburg bekommt zudem eine neue Zentralwache. "Das Gerät der Feuerwehr ist teils mehr als 30 Jahre alt", begründet Verbandsbürgermeister Leo Lauer die Investitionen.


Bahnhofsvorplatz Hermeskeil


Wer in Hermeskeil den Endpunkt des bekannten Ruwer-Hochwald-Radwegs erreicht, wird dort von einer unansehnlichen tristen Asphaltwüste empfangen. Der Bahnhofsvorplatz ist schon seit vielen Jahren alles andere als eine gute Visitenkarte für die Hochwaldstadt. Das soll sich 2013 ändern: Das gesamte Areal wird ab Frühjahr für circa 830 000 Euro neu gestaltet. Die Kosten teilen sich die Stadt, das Land und die Europäische Union. Auf dem bisherigen Busbahnhof werden 21 Stellflächen für Autos sowie sechs Haltebuchten für Busse eingerichtet. Die Fläche wird zudem durch Bäume begrünt. Am Rand des Vorplatzes entsteht die sogenannte Erlebnisstation. Dort werden unter anderem ein Pavillon, ein Spiel- und Fitnessparcours, eine Kletterwand und als Blickfang eine ausrangierte Lokomotive untergebracht.

 


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