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Der Ölprinz soll alles toppen

Karl-May-Freunde wollen mit Klassiker im kommenden Jahr neue Rekorde aufstellen

(Pluwig) Mehr als 30 Sprechrollen, noch ausgefeiltere Kampfszenen und Spezialeffekte: Mit dem Karl-May-Klassiker "Der Ölprinz" wollen die Laiendarsteller der Karl-May-Freunde Pluwig auf den Erfolg der Vorsaison noch eins draufsetzen. Einen Vorgeschmack aufs neue Stück gibt es bereits im Sommer.

18.03.2014
Christa Weber
Pluwig. Mit "Im Tal des Todes" haben die Karl-May-Freunde im vergangenen Jahr 13 500 Zuschauer an die Freilichtbühne in Pluwig gelockt. Rund 100 000 Euro sind in die Produktion geflossen. Im TV-Bericht lobte der Vereinsvorsitzende Edwin Christen die Saison als "unsere beste Spielzeit".
Im kommenden Jahr wollen sich die Laiendarsteller aus dem Ruwertal nochmals steigern - und haben sich dafür einen Klassiker aus der Feder des berühmten Wildwest-Autors vorgenommen: den Ölprinz. Der Roman begleitet den Apachenhäuptling Winnetou und seinen Blutsbruder Old Shatterhand auf der Jagd nach einem Betrüger, der einem Bankier nicht vorhandene Ölquellen verkaufen will.
Das Stück in Pluwig aufzuführen, sei schon länger ein Wunsch des Vereins gewesen, verrät Christen. "Bisher fehlte es aber an Ausstattung." Conny Faißt, der 2013 erstmals Regie führte, will den großen Erfolg von "Im Tal des Todes" noch übertreffen: "Wir wollen uns weiter verbessern." Im Vorjahr habe es so viele Sprechrollen wie nie zuvor gegeben. Auch die waghalsigen Reitszenen und Explosionen hätten das Publikum begeistert.
"Bei Reitern und Pyrotechnik stoßen wir jetzt so langsam an unsere Grenzen", stellt der Regisseur fest. Verbessern könne man aber die Kampfszenen und den Einsatz von Spezialeffekten: "Wir wollen in den Szenen noch mehr mit Details arbeiten." Auch für den Ölprinz würden wieder viele Darsteller und etwa 30 Sprechrollen gebraucht, sagt Faißt. Die Vorlage stellt den Drehbuchautor vor einige Herausforderungen: "Das Finale im Buch ist furchtbar. Das müssen wir ändern, damit es für unsere Zuschauer attraktiv ist."
Mit drei parallelen Handlungssträngen ist das Stück ähnlich komplex wie sein Vorgänger. "Man muss sich schon konzentrieren", gibt Faißt zu. "Aber die Bücher sind auch nicht leicht zu lesen - und wir wollen nah am Original bleiben." Auf Profibühnen würden die Stücke oft vereinfacht oder die Rollen reduziert. "Wir wollen aber allen unseren Darstellern die Chance auf eine Sprechrolle geben, damit sie sich weiterentwickeln können", erklärt Christen. Deshalb sei auch die Vereinsjugend "fest in das Ensemble integriert". Unter den Darstellern seien "viele Talente. Wenn wir diese Leute alle halten können, schaffen wir 2015 wieder ein Top-Niveau".
Eine erste grobe Terminplanung liegt vor. Demnach soll es vom 24. Juli bis zum 9. August zehn Aufführungen am ehemaligen Pluwiger Steinbruch geben. Die Vorbereitungen laufen, das Drehbuch ist laut Faißt "weit fortgeschritten". Im April beginne der Verein mit dem Kulissenbau, die Rollen vergebe man im Herbst. Proben und Kartenverkauf per Hotline und einem neuen Ticketshop auf www.karl-may-freunde.de starten im Frühjahr 2015.
Einen Vorgeschmack auf das neue Stück gibt es schon beim diesjährigen Sommerfest am 19. und 20. Juli. Dann werden an der Freilichtbühne nicht nur Western-Livemusik, Bogenschießen, Schminken und Ponyreiten geboten. Die Jugendlichen des Vereins werden dort auch Szenen aus dem Ölprinz zeigen: "Die Gäste bekommen schon mal ein Gefühl für die Handlung und das, was wir 2015 bieten wollen", verspricht Christen.

 

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