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aus unserem Archiv vom 08. August 2012
Autor: Friedhelm Knopp Kommentare: Kommentare zeigen Ort: Schweich Drucken  E-Mail

Die Gefahr lauert an Straßeneinmündungen

Für mehr Sicherheit auf den Straßen Schweichs unterwegs: Einmal im Jahr treffen sich Vertreter der Stadt, der Verbandsgemeindeverwaltung und der Polizei zu einer Verkehrsbegehung. Bei dem Rundgang werden kritische Stellen unter die Lupe genommen, Gefahrenquellen ausgelotet und Verbesserungen diskutiert.

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Schweich. Bunt gemischt ist die Gruppe, die am Rathaus an der Brückenstraße zu ihrer Runde durch Schweich aufbricht: Erschienen sind der Stadtvorstand, die Vertreter der Stadtratsfraktionen, des Ordnungsamtes, der Bauabteilung und der Polizeiinspektion.
Erster Halt ist an der Einmündung des Pöhlengässchens in die Isseler Straße. Für Autos ist die enge Durchfahrt tabu - dies verhindern schon die dort eingelassenen Sperrpflöcke. Da aber immer wieder Moped- und andere Zweiradfahrer die Gasse als Abkürzung benutzen, soll hier nun ein Schild für eine verkehrsberuhigte Zone - "Spielstraße" im Volksmund - angebracht werden. Damit gilt dann im Pöhlengässchen Schritttempogebot.

Keinen unnötigen Schilderwald


Handlungsbedarf besteht auch rund 300 Meter weiter an der spitzwinkligen Einmündung der Feldstraße in die Isseler Straße. Auf der Isseler Straße ist die ehemalige Bushaltestelle unmittelbar vor der Feldstraßeneinmündung noch mit einem aufgemalten weißen Balken markiert. Der so entstandene "Leerraum" zwischen Fahrbahn und Gehweg wird nun als "wilder" Parkplatz genutzt, die Sicht auf die spitzwinklige Feldstraßeneinfahrt ist mit geparkten Fahrzeugen zugestellt. Der Beschluss: Massive Steinblöcke sollen künftig das wilde Parken verhindern und für freie Sicht sorgen.
In der Straße Beim Hölzernen Kreuz folgt eine Debatte über die gemeinsamen Fahrrad- und Gehwege im Baugebiet Ermesgraben. FWG-Vertreter Gerhard Ludes plädiert dafür, aus Sicherheitsgründen die Bereiche für Radler und Fußgänger optisch zu trennen und die Wege entsprechend auszuschildern. Die Mehrheit lehnt dies jedoch ab. Grund: Die bisherige Regelung laufe problemlos - es gebe keinen Grund, den Schilderwald unnötig auszuweiten.
Weiter geht es zur gefährlichen Einmündung der Bertradastraße in die Bahnhofstraße: Radfahrer, die erlaubterweise die Bertradastraße gegen die Einbahnstraßenrichtung befahren und sich der spitzwinkligen Einmündung in die Bahnhofstraße nähern, bleiben für Autofahrer auf der Bahnhofstraße unsichtbar.
Die Autofahrer auf der Bahnhofstraße verlassen sich beim Linksabbiegen in die Bertradastraße wiederum auf die dortige Einbahnstraßenregelung und wählen einen engen Bogen - frontal gegen die Fahrtrichtung eines möglicherweise herannahenden Radlers. Es wird beschlossen, die Einmündung deutlich zu markieren. Dies soll die Linksabbieger beim Einbiegen in die Bertradastraße dazu zwingen, einen etwas größeren Bogen zu fahren.
Die Madellstraße beschreibt im oberen Bereich in Richtung Markus-Konder-Straße eine lang gestreckte Rechtskurve. Fahrzeuge, die dort erlaubterweise im kurveninneren Bereich parken, verstellen dem Durchgangsverkehr die Sicht.
Egal aus welcher Richtung: Autofahrer, die an den geparkten Fahrzeugen vorbei wollen, können nicht erkennen, ob Gegenverkehr naht. Dadurch kommt es an dieser Stelle immer wieder zu "direkten Begegnungen", die bisher zum Glück schadlos verliefen. Um die Situation zu entschärfen, wird beschlossen, im inneren Bereich der Kurvenkrümmung ein eingeschränktes Haltverbot einzurichten. Geparkt werden darf weiter auf der Gegenseite, wodurch die Sicht nicht beeinträchtigt wird.
Extra
An der Verkehrsbegehung nahmen teil: Stadtbürgermeister Rössler, die Beigeordneten Anita Kruppert und Achim Schmitt, die Ratsmitglieder Kurt Heinz und Gerhard Ludes, Friedhelm Fleischmann von der Polizeiinspektion, Helene Heinen und Klaus Becker vom Ordnungsamt der Verbandsgemeinde (VG) und Bruno Porten von der VG-Bauabteilung.




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