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Folgen einer Panne auf der Autobahn: Zwei Verletzte, 40.000 Euro Schaden

(Fell/Longuich) Bis 10 Uhr blieb die A1 zwischen dem Autobahndreieick Moseltal und der Anschlussstelle Mehring in Höhe der Fellerbachtalbrücke gesperrt. Der Unfall auf der A1 am Dienstagmorgen hat lange Rückstaus in alle Richtungen verursacht. Ein Mensch wurde schwer-, ein weiterer leichtverletzt.

26.09.2017
Harald Jansen
Autopannen können passieren. Diese sind zwar nervig. Doch meist ist am Ende nicht mehr als eine Reparatur fällig. Das technische Problem am Wagen einer 61 Jahre alten Frau hat jedoch am Dienstagmorgen auf der Autobahn 1 zwischen der Anschlussstelle Moseltal und der Anschlussstelle Mehring in Höhe der Fellerbachtalbrücke dramatische Konsequenzen gehabt.

Nach den bisherigen Informationen der Autobahnpolizei Schweich muss gegen 7 Uhr eine Autofahrerin auf dem rechten der beiden Fahrstreifen innerhalb einer Baustelle anhalten (siehe Karte). Einen sonst üblichen Seitenstreifen gibt es dort wegen der aktuell laufenden Sanierungsarbeiten nicht. Laut Polizei steigt die Frau aus und begibt sich anschließend zum Kofferraum ihres Wagens, um das Warndreieck zu holen. In diesem Moment prallt ein ebenfalls 61 Jahre alter Mann mit seinem Wagen gegen den linken Heckbereich des Wagens der Frau. Beide Fahrzeuge drehen sich aufgrund der Kollision. Dadurch wird die Fahrerin zur Seite geschleudert und schwerst verletzt. Der Fahrer des auffahrenden PKW wird bei dem Unfall ebenfalls verletzt.

Durch den Unfall werden beide Fahrspuren in Fahrtrichtung Saarbrücken blockiert, was einen erheblichen Rückstau bis zu einer Länge von zehn Kilometern im Berufsverkehr zur Folge hat. Der reicht in Fahrtrichtung Saarbrücken zeitweise bis zum Moseltaldreieck zurück. Zudem geht es etwa ab der Abfahrt Schweich auf der A602 laut Polizei teilweise ebenfalls nicht voran.

Dieser Stau und das Verhalten einiger Verkehrsteilnehmer sind der Grund, warum die Rettungskräfte nur sehr mühsam zur Unfallstelle gelangen. Dazu sagt Johannes Kappes von der Autobahnpolizei Schweich, dass einige Verkehrsteilnehmer nicht willens oder in der Lage gewesen seien, weit genug zur Seite zu fahren. „Teilweise mussten die Autofahrer einzeln dazu aufgefordert werden, Platz zu machen.“

Dabei schreibt die Straßenverkehrsordnung vor, dass eine Rettungsgasse gebildet werden muss, sobald der Verkehr zum Stillstand kommt. Auch dann, wenn noch kein Einsatzfahrzeug mit Blaulicht in Sicht ist. Bereits vor wenigen Tagen hatte es bei einem Unfall auf der A1 bei Hetzerath ähnliche Probleme mit der Rettungsgasse gegeben (der TV berichtete).

Ein Video der Feuerwehr Hetzerath über die Probleme bei der Anfahrt ist inzwischen im Internet knapp 240.000 Mal angeschaut worden. Eine Folge der schwierigen Verkehrssituation ist, dass auch die Richtungsfahrbahn Trier zeitweise für den Verkehr gesperrt werden muss. Denn nur über diesen Weg können Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Schweich zum Unfallort gelangen. Zudem dient die Fahrbahn als Landefläche für den Rettungshubschrauber. Erst gegen 10 Uhr kann die A1 nach dem Ende der Rettungs- und Aufräumarbeiten wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Die Staatsanwaltschaft Trier hat nach Auskunft der Polizei einen Gutachter mit der genauen Klärung der Unfallursache beauftragt. Es ist nach ersten Schätzungen ein Sachschaden in Höhe von rund 40.000 Euro entstanden. Im Einsatz sind am Dienstagmorgen die Feuerwehr Schweich, die Polizeiinspektion und Autobahnpolizei Schweich, ein Gutachterbüro, mehrere Rettungswagen mit Notarzt, der Rettungshubschrauber sowie die Autobahnmeisterei Schweich gewesen.