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aus unserem Archiv vom 29. August 2011
Autor: TV-Foto: Gabriela BöhmOrt: Trier-EurenKommentare: Kommentare zeigenDrucken  E-Mail

Freiwillig in Wald und Garten geschuftet

Eine Aktion, von der alle Beteiligten profitieren: Drei Wochen lang haben 18 Jugendliche aus zehn Ländern in einem Freiwilligenprojekt in Kooperation mit dem Forstamt Trier gearbeitet. Dabei gewannen sie Einblick in die Waldarbeit und machten Auslandserfahrungen, während das Forstamt Trier zusätzliche fleißige Helfer hatte.

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Trier-Euren. Die Organisation Internationale Jugendgemeinschaftsdienste (IJGD) führt neben Praktika auch sogenannte Internationale Workcamps durch. Dabei verbringen junge Menschen aus aller Herren Länder in der Regel drei Wochen in einem Projekt ihrer Wahl. Beliebte Kooperationspartner für die IJGD seien Forstämter, erklärt der Eurener Revierleiter Joachim Haupert.
Drei Wochen lang betreute jetzt das Forstrevier Euren 18 jugendliche Schüler und Studenten aus der Ukraine, Polen, Tschechien, Serbien, Armenien, Spanien, Frankreich, Litauen, Russland und Deutschland. Ihre Aufgabe: Unter fachlicher Anleitung im Raum Igel/Langsur Wanderwege pflegen, beim Rückschnitt im Trierweiler Gemeindewald helfen, den Fußboden der Eurener Betriebshütte renovieren, beim Zaunbau anpacken und im Garten einer Kita helfen. Und zwar freiwillig und nur mit dem Mini-Taschengeld von fünf Euro pro Tag entlohnt.
"Damit kommt man aus", betonen die Studentinnen und Gruppenleiterinnen Hannah (21) und Annika (23) Wolf aus Lüneburg. Sie haben eine Fülle von Argumenten, warum ein Freiwilligenprojekt dieser Art für junge Leute sinnvoll ist: andere Leute kennenlernen, Nützliches in den Ferien tun, die Verständigungssprache Englisch verbessern, rauskommen, aber nicht viel Geld ausgeben, an körperliche Grenzen stoßen, fern dem behüteten Elternhaus Erfahrungen sammeln. Und: "Ich bin überzeugt, dass man über die anderen die eigene Kultur besser kennenlernt", sagt die Psychologiestudentin Hannah.
Wohnen, schlafen und kochen konnte die Gruppe in einem Gemeindehaus in Langsur. So habe das Taschengeld nach der fünfstündigen Arbeit pro Tag noch für Ausflüge in etliche luxemburgische Orte und nach Trier gereicht - und für die geplante Abschlussparty. "Gut für die Persönlichkeit und die Qualifikation, so hat man auch mal gesehen, wie man einen Baum fällt", loben die Teilnehmer das Freiwilligenprojekt. Selbst ein junger Franzose aus dem sonnenverwöhnten Nizza hat für die Aktion im kühlen August nur freundliche Worte.
Auch Haupert zieht trotz des zusätzlichen Organisationsaufwands ein positives Fazit: "Sie haben die Natur schätzen und verstehen gelernt und waren uns eine willkommene Unterstützung bei unserer Arbeit!" Zudem habe das internationale Workcamp thematisch gut in das derzeitige "Internationale Jahr der Wälder" gepasst. Nach der erfolgreichen Aktion könne man durchaus ins Auge fassen, künftig im Zweijahresrhythmus Projekte dieser Art durchzuführen. gsb




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