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Informationsmesse in Schweich: Finden, was beruflich passt

(Schweich) Welchen Weg soll ich nach der Schule einschlagen? Um diese Fragen drehte sich alles während der siebten Berufsinfomesse in der Stefan-Andres-Halle in Schweich. Auch eine Neuerung wartete auf 800 Schüler.

29.09.2017
Katja Bernardy
Zoe, 14, könnte sich vorstellen, Physiotherapeutin zu werden. Tia, 13, möchte später irgendwas mit Tieren und Fabienne, ebenfalls 13, irgendwas mit Kindern machen.
Mit einem im Unterricht erarbeiteten Fragenkatalog zu Unternehmen und anfänglicher Unsicherheit stromerten die Achtklässlerinnen der Kurfürst-Balduin-Realschule plus in Wittlich durch die Stefan-Andres-Halle.

Nach dem ersten netten Gespräch sank die Hemmschwelle, Fragen zum Unternehmen oder nach der Möglichkeit, ein Praktikum zu machen, zu stellen. Rund 60 Firmen, erstmals auch Unis und Hochschulen, hatten ihre Infostände in der Halle aufgebaut. Darunter auch die GKN Driveline Trier. "Jedes zweite Auto weltweit ist mit einem Teil von uns ausgestattet, das die Kraft des Motors an die Räder transportiert", erklärte David Welker, 17, Industriemechaniker im zweiten Lehrjahr.

Gemeinsam mit weiteren Mitarbeitern, darunter Ausbildungsleiter Rainer Wagner, standen sie Förder-, Realschule plus- und Fachoberschülern sowie Gymnasiasten persönlich Rede und Antwort. Sie kamen aus Schweich, Wittlich, Waldrach, Trier-Ehrang, Neumagen-Drohn und Hermeskeil und informierten sich über 90 Berufsfelder. Pascal, 19, von der Berufsbildenden Schule Hermeskeil, die er mit Fachabitur abschließen wird, hoffte an diesem Vormittag, Weichen für einen Ausbildungsplatz stellen zu können.

Auf die Frage, welchen Weg er nach der Schule einschlagen möchte, antwortete er entschlossen: "IT". Ein paar Meter weiter könnte er seinem Ziel ein Stück nähergekommen sein und sogar ein Plus für seine Bewerbung herausgeschlagen haben: Denn wer gut auf die Messe vorbreitet war, besonders qualifiziert erschien und interessiert mitredete, erhielt an den Infoständen eine Bescheinigung. Auch von Lukas Schäfer vom IT-Haus Föhren, einer Firma, die sich rund um die IT anderer Unternehmen kümmert. "Die Bescheinigung kann man der Bewerbung beilegen", sagte Schäfer.

Die Stefan-Andres-Realschule plus hatte die Messe zum siebten Mal organisiert. Schulleiter Jürgen Nisius sagte, die Resonanz werde von Jahr zu Jahr größer. Dass in diesem Jahr erstmals die Uni und Hochschule Trier, der Umweltcampus Birkenfeld sowie die Uni Kaiserslautern vertreten waren, ist laut Konrektor und Hauptorganisator der Messe, Guido Antony, der Vorgabe des Landes geschuldet, dass es an allen weiterführenden Schulen einen Tag der Berufs- und Studienorientierung geben muss. Die Messe ist neben Praktika, Potenzialanalysen oder Betriebsbesichtigungen ein Baustein der Vorbereitung auf das Leben nach der Schule.

Nach dem Stöbern an den Infoständen hatten 800 Schüler darunter Zoe, Tia und Fabienne Antworten auf ihre vielen Fragen erhalten. Auch Achim Neu, pädagogische Fachkraft an der Meulenwaldschule Schweich, war sehr zufrieden: "Berufsvorbereitung ist ein wichtiger Pfeiler unserer Schule", sagte er. Die Messe sei eine gute Gelegenheit für die zwölf Schüler, mit denen er unterwegs war, ein Unternehmen, auf das sie sich vorab gezielt vorbereitet hätten, besser kennenzulernen.