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Rasend schnell ins weltweite Netz

Zwei Konzerne versorgen Orte in der VG Ruwer mit DSL-Verbindungen

(Osburg) Die Gemeinden Osburg, Thomm, Herl, Farschweiler und Lorscheid werden spätestens im Frühjahr 2012 komplett ans DSL-Netz angebunden sein. Grund ist eine Kooperation von RWE und Vodafone. Bis 2016 sollen weitere "weiße Flecken" in der Verbandsgemeinde (VG) Ruwer an die Datenautobahn angeschlossen werden.

04.10.2011
Anke Scholz
Osburg. Mal eben die E-Mails abrufen oder schnell eine Information im Internet raussuchen - in manchen Orten der VG Ruwer ist das kein leichtes Unterfangen. Der Grund: Dort ist kein flächendeckendes DSL und damit nicht überall schnelles Internet verfügbar.

Großprojekt bis 2016


Die weißen Flecken in Sachen Internetverbindungen sollen bald der Vergangenheit angehören. Möglich wird das durch eine Kooperation von RWE und Vodafone - nach der Telekom der zweitgrößte Internetanbieter in Deutschland. Die beiden Unternehmen wollen in einem Großprojekt bis spätestens Ende März 2012 auf eigene Kosten die Gemeinden Osburg, Thomm, Farschweiler, Lorscheid und Herl an die Datenbahn anschließen. In zwei weiteren Schritten in den kommenden fünf Jahren sollen weitere Gemeinden folgen (siehe Extra). Auch Nittel und Pellingen (VG Konz) sollen über diese Kooperation mit schnellen Internetverbindungen versorgt werden. Die beiden Unternehmen versprechen eine Bandbreite von 25 bis 50 Megabit pro Sekunde.
Werner Mergens, Ortsbürgermeister von Osburg, sieht in dem neuen Projekt einen riesigen Fortschritt. Die meisten Haushalte seiner Gemeinde müssten bisher mit sehr langsamen Internetverbindungen auskommen. "Internet ist heute enorm wichtig. Wenn Sie heute ein Grundstück verkaufen, bringen die Interessenten spätestens in der dritten Frage das Gespräch auf das Thema DSL", erzählt Mergens. Besonders junge Unternehmen oder Selbstständige seien auf schnellen Zugang zur Datenautobahn angewiesen.
Auch Bernhard Busch (FWG), Bürgermeister der VG Ruwer, ist froh, dass in Sachen Internetversorgung in der kompletten VG nun eine Lösung in Sicht ist. "Wir hatten schon seit einigen Jahren Klagen, dass das Angebot minimal ist", erzählt er. Die VG habe schon mehrmals versucht, das Problem in Angriff zu nehmen. Bisher seien mögliche Lösungen aber an den zu hohen Kosten gescheitert. Deswegen ist er nun froh über das Angebot der beiden Konzerne. "Die beiden Unternehmen haben uns versichert, dass sich diese Lösung ohne öffentliche Zuschüsse trägt." Dass ein solches Angebot vorgelegt wurde, hängt mit zwei Dingen zusammen. Als Netzbetreiber für Strom und Gas verlege RWE bei anstehenden Tiefbauarbeiten auch Leerrohre für Glasfaserkabel, erklärt das Unternehmen in einer Pressemitteilung. So sei das Verlegen von Glasfasern ohne weitere Erdarbeiten möglich. Hinzu kommt, dass Vodafone Exklusivrechte an den Glasfaserkabeln bekommt.
Um das Angebot nutzen zu können, müssen Interessenten einen entsprechenden Vertrag mit Vodafone schließen. Der kostet aktuell zwischen 25 und 35 Euro monatlich.Das Projekt von Vodafone und RWE soll in drei Schritten bis 2016 realisiert werden. 1. Schritt (bis März 2012): Thomm, Osburg, Farschweiler, Lorscheid, Herl. 2. Schritt: Schöndorf und Umland, Gusterath, Gutweiler, Korlingen, Sommerau. 3. Schritt: Mertesdorf, Kasel, Waldrach, Riveris, Morscheid, Pluwig. as

 

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