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Sandkasten für die Kleinen, Kletterturm für die Großen

(Farschweiler) Die Pläne für den Mehrgenerationenpark an der Grundschule Farschweiler werden immer konkreter. Der Gemeinderat hat nun den Bauauftrag vergeben. Für Kinder und Jugendliche sind Sandkasten, Klettergerüste, Brettspiele und Grillplatz geplant. Die älteren Bewohner sollen Ideen für eine Senioren-Fläche einbringen.
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Farschweiler. Das Gelände rund um Grundschule, Bürgerhaus und Feuerwehr in Farschweiler soll künftig zum Treffpunkt aller Ortsbewohner werden. Die Gemeinde plant dort einen Park mit Sitzgruppen, Freizeit- und Spielgeräten, in dem sich Menschen aller Generationen sportlich betätigen oder ihre freie Zeit genießen können.
Der Gemeinderat hat nun den Auftrag für die Arbeiten zum Mehrgenerationenpark vergeben. Nach den Plänen des Trierer Landschaftsarchitekten Karlheinz Fischer sollen neue gepflasterte Verbindungswege über das Gelände führen. Zwischen Schule und Feuerwehrhaus ist ein Klassenzimmer im Freien geplant. Dort sollen die Schüler auf Sitzstufen aus Naturstein Platz nehmen (siehe Grafik).
Hinter der Fensterfront des Bürgerhauses in Richtung Brunnenstraße ist ein etwa 15 Quadratmeter großer Sandkasten für Kleinkinder geplant, eingefasst mit Rundsteinen. Direkt daneben liegt ein Spielplatz mit Klettertürmen und einer Reck-Sprossenwand. Der Boden darunter wird mit Holzhackschnitzeln ausgelegt. Direkt vor dem Jugendraum ist ein größerer gepflasterter Bereich vorgesehen, auf dem die Jugendlichen etwa im Sommer einen Grill aufstellen können. Daneben wird es eine Wiese mit Sitzbank geben, in deren Tischplatte Brettspiele eingelassen sind.
Der Kostenrahmen für das Projekt liegt insgesamt bei etwa 100 000 Euro. Gefördert wird der Park durch das Leader-Programm der europäischen Union mit etwa 43 000 Euro. Außerdem gibt die Stiftung "Zukunft in Trier-Saarburg" einen Zuschuss von 8000 Euro. Um die Kosten einzuhalten, wurde im Rat eifrig über Sparmöglichkeiten diskutiert. Auf Vorschlag mehrerer Ratsmitglieder soll beispielsweise die Bepflanzung entlang des Bürgerhauses nicht beauftragt werden. "Das schaffen wir in Eigenleistung", war der Tenor.
Ortsbürgermeisterin Silke Bigge vermisste eine Fläche für die älteren Ortsbewohner. Sie plädierte dafür, einen Teil des geplanten Rundwegs hinter dem Bürgerhaus zu streichen und dieses Areal für die Senioren freizuhalten. Für dessen Gestaltung seien "mindestens 10 000 Euro" verfügbar. Ratsmitglied Elke Morgen regte eine überdachte Sitzgelegenheit an. Auch ein Bouleplatz ist im Gespräch. Auf Anregen der Ortschefin sollen die Senioren nun aber selbst über die Gestaltung entscheiden, "damit wir nicht an ihnen vorbeiplanen".

Neue Seniorengruppe


Ideen will die Gemeinde beim Seniorentag im April und im Kontakt mit einer frisch gegründeten Seniorengruppe sammeln.
Die Arbeiten zum Park hat der Rat nun an die einzige bietende Firma vergeben. Laut Architekt hätten zwar 15 Betriebe zunächst Interesse gezeigt. "Die Firmen sind aber zurzeit sehr gut ausgelastet", begründet Fischer die Zurückhaltung. Mit der Auftragsvergabe rückt nun auch der Baubeginn näher. Nach Meinung des Planers könnten die Arbeiten in den Sommerferien beginnen. cweb


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