Verbandsgemeinde Schweich lässt Weinbergsbrachen ermitteln
Weil sie ihr Leitbild "WeinKulturLandschaft" fortschreibt, lässt die Verbandsgemeinde Schweich ihre Brachflächen kartieren. Dabei zeigt sich, dass viele Flächen verbuscht sind und damit als Ausgleichsflächen für Bauprojekte kaum mehr infrage kommen.
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Schweich. Als Ausgleich für Eingriffe in die Natur, etwa für den Bau des Pumpspeicherkraftwerks bei Ensch (siehe Berichte oben), müssen andere Flächen aufgewertet werden. Doch über welches Ausgleichspotenzial verfügt die Verbandsgemeinde Schweich noch? Diese Frage soll die Ermittlung und Kartierung von Brachflächen in den Weinbaugemeinden beantworten. Damit beauftragt ist das Planungsbüro Sonntag. Vorgestellt wurden die Ergebnisse, die in das Leitbild "WeinKulturLandschaft" einfließen, kürzlich im Verbandsgemeinderat. Finanziert wird die Untersuchung von den Stadtwerken Trier, weil damit auch Ausgleichsflächen für das Kraftwerk ermittelt werden.
Laut Planer Egbert Sonntag zeichnen sich in einigen Gemeinden der VG große Veränderungen ab. Seit der letzten Kartierung im Jahr 2002 seien in Fell, Klüsserath und Mehring viele Brachen hinzugekommen, in Leiwen seien Brachflächen wieder zu Rebland umgenutzt worden. Teilweise seien zur Waldentwicklung vorgesehene Flächen nicht aufgeforstet worden, andererseits habe sich Wald auf natürliche Weise entwickelt, wo Flächen eigentlich offen gehalten werden sollten. Letzteres ist etwa in Kenn zu beobachten. "Für die Natur ist das schön, aber für uns sind die verbuschten Flächen weg", sagte Kathrin Schlöder (FWG). Sie bemängelt, dass nichts mit den Ausgleichsflächen passiere. Die Ortsgemeinden stellten diese bereit, aber dann pflege man sie nicht. Wo Pflegeverpflichtungen auf den Flächen lägen, werde man auf deren Einhaltung pochen, versprach Bürgermeisterin Christiane Horsch.
Für Klaus Jostock (CDU) steht die Wein- und Kulturlandschaft im Mittelpunkt. Es gehe darum, Brachen wieder weinbaulich zu nutzen. Auf die Notwendigkeit, zusammenhängende Ausgleichsflächen zu schaffen, um eine optimale Bewirtschaftung zu gewährleisten, verwies Beigeordneter Erich Bales (CDU).
Nun sollen die Gemeinden ihre Ziele artikulieren können, bevor der Verbandsgemeinderat im Oktober endgültig über das neue Leitbild beschließt. alf
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