Handwerker, Händler, Gaukler und Tänzerinnen, gewandet in altertümliche Kostüme, haben beim Mertesdorfer Weihnachtsmarkt für mittelalterliche Stimmung gesorgt. Hunderte Besucher haben sich das Spektakel angesehen.
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Beschützt vom Ritter (Theo Hansen) und unterstützt von Herrn von Werdenberg (Rudi Becker) verliest Graf Georg von Veldenz (Gilbert Haufs-Brusberg, Mitte) die Marktordnung beim mittelalterlichen Weihnachtsmarkt. TV-FOTO: DIETMAR SCHERF
Mertesdorf. In Scharen strömten die Menschen zum 18. mittelalterlichen Weihnachtsmarkt ins Ruwertal nach Mertesdorf und ließen sich in die gute, alte Zeit versetzen. Für die zweitägige Veranstaltung des Vereins zur Pflege des mittelalterlichen Brauchtums, Forum Gaudi, auf dem Parkplatz unterhalb der Ruwertalhalle hatte sich der Verein um den Vorsitzenden Rudi Becker bestens vorbereitet. "Es wurde Federvieh gerupft und Fässer herangerollt für euer leiblich Wohl", versprach er im Sprachgebrauch der damaligen Zeit.
Zuvor waren Mägde und Bauern, Händler, Handwerker, Gaukler, Sänger und Musikanten von Nah und Fern in mittelalterlichen Gewandungen auf den Platz gezogen. Die historische Szenerie hatte bereits zur Eröffnung ungezählte Besucher nach Mertesdorf gezogen.
An schlichten Holzständen, eben wie im Mittelalter, boten Krippenbauer, Korbmacher, Spinnerinnen und Näherinnen allerlei Nützliches feil. Naschwerk, Wegzehrungen und mittelalterliche Gerichte, aber auch leckerer Glühwein nach geheimen Braurezepten boten besondere Gaumenfreuden.
"Seid gegrüßt" ist der vielfach ausgesprochene Wunsch an diesen Tagen auf dem Markt. Überall sind Menschen beschäftigt und laufen zielstrebig von Stand zu Stand, die allerdings mit ihren teilweise seltsamen Gewändern und Rüstungen nicht so richtig in die heutige Zeit passen.
Damit alles in geordneten Bahnen läuft, verliest "Graf Georg von Veldenz", im normalen Leben heißt er Gilbert Haufs-Brusberg, die Marktordnung. Auch er forderte die Besucher auf, reichlich vom Angebot Gebrauch zu machen. "Bettler, Dirnen, Diebe und herumgrölende Zecher sind allerdings vom Markt ausgeschlossen", erklärte er mit kernigen Worten.
Beim Fest sollen die prallen Geldsäcke nicht geschont werden und "reichlich Silberlinge" fließen, so der Wunsch der Händler. Alle danken Rudi Becker und seiner Familie für die Organisation des Weihnachtsmarkts und das gezeigte Engagement. dis
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