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Wohnprojekt Leiwen: Musterhaus-Enthüllung wird zum Volksfest

(Leiwen) Würstchen, Bier und Aha-Effekte: Die Präsentation der Musterhäuser, die Investor André ter Huurne auf einem ehemaligen Gelände der Weinkellerei Reh baut, glich am Donnerstag einem kleinen Volksfest. Hunderte Schaulustige und Kaufinteressenten waren in den Moselort gekommen.

22.07.2016
Albert Follmann
Leiwen. Eins muss man André ter Huurne lassen: Er hat ein Händchen für Inszenierungen. Um Spannung zu erzeugen, hatte der Besitzer der Ferienanlage Eurostrand seine Musterhäuser auf dem ehemaligen Gelände der Firma Franz Reh in Leiwen in Christo-Manier im Verborgenen bauen lassen (der TV berichtete am 8. Juli). Die Objekte waren mitsamt den Gerüsten unter weißen Planen versteckt.

Am frühen Donnerstagabend fielen nun die Hüllen, natürlich hatte sich Investor ter Huurne auch diesmal etwas Besonderes einfallen lassen: Es wurde ein Ereignis mit Volksfestcharakter - Bier und Würstchen spendierte der Gastgeber. Mehrere Hundert Personen, darunter Kaufinteressenten, Repräsentanten der an den Bauten beteiligten Firmen und viele Bürger aus Leiwen und Umgebung kamen vor Ort, um zu sehen, was sich hinter dem Projekt "Wohnen in den Moselauen" verbirgt.

Der Investor verfolgt das Prinzip "alles aus einem Guss". Auf einer Gewerbefläche von 1,5 Hektar, die die Firma Reh bereits geräumt hatte und die der neue Bauherr nach dem Erwerb terrassenförmig anlegen ließ, entstehen 16 Einfamilienhäuser und vier Mehrfamilienhäuser mit Moselblick. Zwei Einfamilienhäuser sind als Musterhäuser fertiggestellt. Das eine Objekt ist rechteckig und komplett mit hellen Hölzern verkleidet, das andere quadratisch, mit hellgrauem Außenputz, rotbraunen Holzapplikationen und dunkelgrauen Fensterrahmen. Im Parterrebereich des Mehrfamilienhauses, das sich noch im Bau befindet, präsentierten am Donnerstag Baufirmen ihre Produkte.

Fast hätte der starke Wind die Enthüllungschoreografie noch durcheinandergewirbelt. Kurz vor 18 Uhr frischte er so bedrohlich auf, dass die Abdeckungen beinahe ohne menschliches Zutun gefallen wären. Ter Huurne sprintete wie von der Tarantel gestochen einen Abhang hoch, übersprang flugs ein Absperrgitter und klammerte sich heldenhaft an ein Seil, das die Planen hielt. "Immer Heidewitzka, wie im Eurostrand" kommentierte ein Besucher die Begleitungsmusik zur Enthüllung. Zunächst erklang "The final countdown" von der Band Europa, dann der Striptease-Hit "You can leave your hat on" von Joe Cocker und schließlich "Ich bau’ dir ein Schloss" von Jürgen Drews.