region/trierland
Samstag, 26.05.2012 | ePaper Newsletter Registrieren Login | Auto Immo Stellen
Benutzer: Passwort:
Login merken
aus unserem Archiv vom 27. Dezember 2009
Autor: Von unserem Redakteur Friedhelm KnoppOrt: Waldrach/PluwigKommentare: Kommentare zeigenDrucken  E-Mail

Zu lange Anfahrtszeiten im Notfall

Die Notfallversorgung im Bereich Pluwig/Gusterath entspricht nach Expertenmeinung nicht dem landesüblichen Standard, denn die Anfahrtswege von der zuständigen DRK-Rettungswache in Konz sind zu lang. Die Forderung nach einer Rettungswache in Pluwig wurden daher in jüngster Zeit immer lauter. Inzwischen scheint sich eine Lösung anzubahnen.

Podcast
Fotostrecke

Das Problem im Raum Pluwig/Gusterath/Gutweiler ist schon seit Jahren bekannt: Die professionellen Helfer der DRK-Rettungswache an der Konzer Granastraße benötigen im Notfall für den Weg bis Pluwig über Konzer Tälchen, Pellinger Straße und Franzenheim in der Regel 20 Minuten und mehr. "Nach dem Rettungsdienstgesetz des Landes sind jedoch 15 Minuten als maximale Regel-Anfahrtszeit vorgegeben", erklärt Martina Bosch von der Kreisverwaltung.

Noch länger dauert die Anfahrt bei Einsätzen etwa in Schöndorf oder Bonerath. So verrinnen oft wertvolle Minuten, die je nach Zustand eines Notfallpatienten über Leben und Tod entscheiden können.

Um die angespannte Situation zu entschärfen, wurde im Bereich Pluwig/Gusterath eine Ersthelfergruppe (First Responder) eingerichtet. Die ehrenamtlichen Retter sind in der Lage, am Patienten lebensrettende Sofortmaßnahmen einzuleiten. Sie ersetzen aber keineswegs ein professionelles Rettungsteam, das über ein Fahrzeug mit moderner Notfallmedizin-Technik verfügt. Zudem sind die ehrenamtlichen Ersthelfer beruflich gebunden und stehen insbesondere an Werktagen nicht unumschränkt zur Verfügung. Die Verbandsgemeinde (VG) Ruwer und die betroffenen Ortsgemeinden arbeiten daher seit einiger Zeit auf eine eigene Rettungswache mit Standort in Pluwig hin. Der Verbandsgemeinderat bekräftigte diese Absicht in seiner jüngsten Sitzung am 16. Dezember (der TV berichtete). Als praktikable Lösung wird nun die Einrichtung einer "Nebenwache" in Pluwig gesehen. Diese Außenstelle der Konzer DRK-Wache wäre mit einem Rettungswagen bestückt und ständig mit zwei hauptamtlichen Rettungssanitätern besetzt. Auch Wolfgang Reiland, Vorsitzender des DRK-Kreisverbands, hält diese Lösung für unbedingt erforderlich und machbar. Reiland: "Entscheidend ist nun, das mit dem Kreis und den Krankenkassen, den wesentlichen Kostenträgern, Einigung über die Finanzierung erzielt wird. Die Gespräche laufen." Ein positives Signal kommt zudem von der Kreisverwaltung Trier-Saarburg. "Auch die Kreisverwaltung als zuständige Rettungsdienstbehörde hält nach umfassender Prüfung eine Rettungswache als Außenstelle im Bereich der VG Ruwer für erforderlich. Entsprechende Gespräche mit den Kostenträgern werden in Kürze beginnen", erklärt KV-Sprecher Thomas Müller.

Meinung

Rettungswache ist kein Luxus 

Von Friedhelm Knopp

Die Klagen über die schlechte Notfallversorgung im Raum Gusterath, Pluwig und Schöndorf sind kein Jammern auf hohem Niveau, sondern sie entsprechen den bitteren Erfahrungen Betroffener. 20 Minuten Wartezeit und mehr, in denen der Erkrankte oder Verunglückte womöglich mit dem Leben ringt, sind eindeutig zuviel. Damit kein Missverständnis entsteht: Die Klagen über zu lange Anfahrtszeiten sind kein Vorwurf in Richtung der Konzer DRK-Retter. Die können einfach nicht schneller kommen. Nicht geschmälert werden soll auch das Engagement der ehrenamtlichen Ersthelfer, die bisher in vielen Fällen schon Schlimmes haben verhindern können. Doch diese Helfer ersetzen mit ihren zeitlich und technisch beschränkten Möglichkeiten keine professionelle Rettungswache. Angesichts der heutigen Lage ist eine Nebenrettungswache in Pluwig kein Luxus, sondern ein Muss. f.knopp@volksfreund.de




Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren:


Was ist das?

Kommentare via facebook


Anzeige

  • Heute in der Zeitung für Trier-Land Kontakt
  • Anzeige
  • Anzeige
  • Anzeige
  • Sonderthemen
    • Komm, wir gehen brunchen!

      Leckeres Frühstück einmal anders: Ausgedehnt und zusammen mit Freunden und oder Familie findet ein Brunch in der Regel am Wochenende statt. Ein Brunch ist die Mischung aus Frühstück und Mittagessen. mehr...

  • Anzeige
  • Anzeige
  • Wetter
  • Anzeige
  • Anzeige
  • Aktuelle Dossiers
  • Anzeige


volksfreund.de

© volksfreund.de | Alle Rechte vorbehalten | Medienhaus Trierischer Volksfreund

Weitere Partner-Angebote
Immobilien | Stellenangebote | Autoanzeigen
Pflegekritik | Kleinanzeigen | volksfreund-shop.de | Ersatzteile | Ferienwohnungen | MACHER | Unternehmen Erfolg | tippfreund.de | lokalo.de | Netz gegen Nazis

Anzeige