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Zu spät selbst für den Weihnachtsmann

Am Montag ist mit dem Bau des 4,2 Kilometer langen Teilstücks des Sauertal-Radwegs zwischen Metzdorf und Wintersdorf begonnen worden. Witterungsbedingt soll die Fertigstellung erst im Jahr 2008 sein.

05.09.2007
Von unserem Redakteur Albert Follmann
Langsur/Ralingen. Der Nikolaus könne schon drüberfahren, hatte Planer Lambert Norta vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) noch im Mai angekündigt (der TV berichtete). Doch selbst mit dem Weihnachtsmann wird es nicht mehr klappen.

Der ursprüngliche Fertigstellungstermin im November für die Schließung der etwas mehr als vier Kilometer langen Radweg-Lücke entlang der Sauer zwischen Metzdorf und Wintersdorf ist nicht mehr zu halten. Das feuchte Sommerklima habe den bautechnisch schwierigen Untergrund beeinflusst und zu einer mehrmonatigen Verzögerung geführt, sagt der stellvertretende LBM-Dienststellenleiter Hans-Michael Bartnick. Mit der Fertigstellung in diesem Jahr werde es mit Sicherheit nichts mehr, je nach Witterung könne das Bauende sogar erst im Sommer nächsten Jahres liegen.

Naturschützer zogen vor Gericht

Wenn man an die Plananfänge vor 20 Jahren und die vielen Kämpfe denkt, die Naturschützer und Straßenbehörden vor Gericht ausfochten, fällt eine halbjährliche Verzögerung kaum noch ins Gewicht.

Nur aufgrund erheblicher Zugeständnisse an die Ökologie kann das rund eine Million Euro teure Projekt überhaupt verwirklicht werden. So wird der auf der ehemaligen Bahntrasse verlaufende Radweg auf einem besonders sensiblen Feuchtgebiet auf 200 Meter Länge aufgebockt. Kleintiere und wertvolle Farne und Orchideen bleiben so unberührt. Mitte Mai hatte der LBM noch einmal alle wichtigen Naturschutzverbände eingeladen und über das Projekt informiert. Im Einvernehmen mit den Naturschützern sei ein unabhängiges Fachbüro mit der ökologischen Baubegleitung beauftragt worden, teilt Bartnick mit. Dadurch sei ein Höchstmaß an Vertrauensschutz gegeben.

Wegen der ökologischen Einschränkungen werde die Baustelle auch nur über die zukünftige Trasse angefahren werden können. Selbst die Baufirmen hätten nur drei Zugangsmöglichkeiten: am Bauanfang hinter dem Metzdorfer Campingplatz, am Katzenbach und am Bauende in Wintersdorf.

Die Arbeitsgemeinschaft Schnorpfeil und Kehren teilen sich die Bauarbeiten. Voraussichtlich werde von zwei Seiten gearbeitet, so der LBM. Die Firma Kehren werde einen etwa 800 Meter langen Abschnitt ab Metzdorf inklusive Aufständerung und die bauliche Gestaltung der Flutmulden übernehmen, Schnorpfeil den Rest.

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