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aus unserem Archiv vom 01. Februar 2012
Autor: Björn PazenOrt: Leverkusen/TrierKommentare: Kommentare zeigenDrucken  E-Mail

Chemie und Fußball für Jungaktionäre

Die erfolgreichsten regionalen Spielgruppen der Börsensimulation Planspiel Börse haben am Mittwoch auf ihrer Siegerfahrt das Werk des Dax-Unternehmens Bayer sowie das Leverkusener Fußballstadion besichtigt.

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Leverkusen/Trier. Die Aktie von Bayer hatte kaum eine Spielgruppe bei Planspiel Börse in ihrem Portfolio - Banken und Automobilwerte garantierten einfach höhere Steigerungsraten im Wettbewerbszeitraum zwischen Oktober und Dezember 2011. Dennoch kamen die 13 erfolgreichsten Spielgruppen aus der Region am Mittwoch in den Genuss einer ausführlichen Besichtigung beim Chemiegiganten in Leverkusen. Nachdem die Siegerfahrten der vier regionalen Sparkassen zuvor immer zur Frankfurter Börse führten, es dort nach Ende des Parketthandels aber kaum noch etwas zu sehen gibt, entschloss man sich zu einem Besuch bei einem im Dax notierten Konzern.
73 Schüler und ihre Lehrer, die bei den vier Sparkassen jeweils die vorderen Plätze in den Regionalwettbewerben dadurch erreicht hatten, dass sie aus dem virtuellen Startkapital von 50 000 Euro das Optimum herausgeholt hatten, besichtigten zudem das Fußballstadion Bay Arena. Insgesamt hatten sich 2011 mehr als 400 Spielgruppen über die Sparkassen Trier und Mittelmosel - Eifel Mosel Hunsrück sowie die Kreissparkassen Bitburg-Prüm und Vulkaneifel am Planspiel Börse beteiligt - wie im Vorjahr war der Trierische Volksfreund Kooperationspartner. Im Bayer-Kommunikationszentrum erfuhren die Nachwuchs-Aktionäre zunächst viele Details über die drei Geschäftsbereiche des Unternehmens: Pharmazie, Kunststoff und Pflanzenschutz. Bayer investiert rund drei Milliarden Euro jährlich in Forschung, vor allem in Medikamente und Pflanzenschutz. Bis zu zehn Jahre dauert es vom Start der Forschung, bis ein neuer Pharma-Wirkstoff auf den Markt kommen kann - und es kostet bis zu einer Milliarde Euro. Zudem erlebten die Schüler hautnah, wie Kunststoff hergestellt wird oder wofür man Polycarbonate braucht. Anschließend ging es zu einer einstündigen Rundfahrt durch den drei Quadratkilometer großen ChemPark, das frühere Bayer-Betriebsgelände, denn in Leverkusen verfügt Bayer nicht mehr über eine eigene Chemieproduktion.
Rund 50 Firmen haben sich im ChemPark angesiedelt und 30 000 Arbeitsplätze geschaffen. Alleine 1400 Tonnen Salz werden täglich zur Chlorproduktion angeliefert.
Nach diesem "Chemieunterricht" stand die "Sportstunde" auf dem Stundenplan der Jung-Börsianer. Bei einem Rundgang durch die Bay Arena sahen die Schüler nicht nur das Feld und die Tribünen, sondern durften sich auch auf den Auswechselbänken, in der Vip-Loge und in den Umkleidekabinen umsehen.
Fazit: Es lohnte sich, bei Planspiel Börse den Umgang mit Aktien zu erlernen - und mit Verlusten. Auch in diesem Jahr bieten die Sparkassen wieder das Planspiel Börse an. Die Anmeldung beginnt nach den Sommerferien.

 

 



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