Regionale Unternehmen geben bei Nachwuchssuche Gas
Den bundesweiten Trend rückläufiger Bewerberzahlen bekommen auch Unternehmen in der Region zu spüren. Reaktionen darauf sind eine erhöhte Kooperation mit Schulen und der Arbeitsagentur, die Förderung lernschwacher Schüler und betriebliche Weiterbildungen. Dies sind die Ergebnisse der IHK-Ausbildungsumfrage für die Region Trier.
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Trier. Der Wettstreit um gut ausgebildete und motivierte Jugendliche wird sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Diese Botschaft ist bei den regionalen Unternehmen angekommen: 20 Prozent der Unternehmen planen, in diesem Jahr mehr Ausbildungsplätze anzubieten als 2011. Indes planen 15 Prozent weniger neue Ausbildungsplätze, 65 Prozent wollen ihr Ausbildungsengagement konstant lassen.
"Dies ist ein positiver Trend, der auch das Ergebnis in Rheinland-Pfalz widerspiegelt. Immerhin 73 Prozent aller Ausbildungsbetriebe gaben an, sie hätten 2011 alle ihre angebotenen Plätze auch besetzen können", sagt der zuständige IHK-Geschäftsführer, Marcus Kleefisch. Mehr als jedes vierte Unternehmen (27 Prozent) der Umfrage hat aber auch mitgeteilt, nicht alle Ausbildungsplätze besetzt zu haben. Insgesamt waren das für die Region Trier 103 Plätze.
Der Hauptgrund (71 Prozent) liege wie in den vergangenen Jahren darin, dass den Unternehmen keine geeigneten Bewerbungen vorlagen, so Kleefisch.
Den Trend rückläufiger Bewerberzahlen spüren bereits acht von zehn IHK-Ausbildungsbetrieben, wenn auch mehr oder minder deutlich. Fast jeder zweite Betrieb reagiert, indem er die Zusammenarbeit mit den Schulen in seinem Umfeld deutlich ausweitet (plus zehn Prozent im Vergleich zu 2011).
Um frühzeitig auf Ausbildungsmöglichkeiten aufmerksam zu machen und Kontakte zu leistungsfähigen Schulabgängern herzustellen, stellen die Betriebe auch mehr Praktikumsplätze zur Verfügung (36 Prozent) oder arbeiten an einem besseren Ausbildungsmarketing (29 Prozent).
Der Kontakt zwischen Betrieben und Arbeitsagentur ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich intensiver geworden. Heute melden 67 Prozent der Betriebe der Agentur für Arbeit "immer" ihre offenen Ausbildungsplätze, um deren Vermittlungshilfe in Anspruch zu nehmen.
Mehr als jedes zweite Unternehmen beschäftigen nahezu alle Auszubildenden nach der Ausbildung weiter. Auf der anderen Seite können aber auch rund 26 Prozent nur jeden vierten Lehrling übernehmen.
"Wie in den vergangenen Jahren ist für die Ausbildungsbetriebe die mangelnde Ausbildungsreife der Schulabgänger mit Abstand das Ausbildungshemmnis Nummer eins und zwar bei zwei Drittel der Firmen", erklärt Marcus Kleefisch. Allerdings sei dieser Wert gegenüber der Umfrage vom letzten Jahr um 13 Prozentpunkte gesunken. red
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