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17 Millionen Euro für die Eifelklinik Manderscheid

Deutsche Rentenversicherung investiert in den Ausbau eines neuen Bettenhauses - Spatenstich im Frühjahr

(Manderscheid) Die Vorarbeiten für einen Multi-Millionen-Neubau in Manderscheid sind abgeschlossen: Für 17 Millionen Euro soll in der Eifelklinik ein neues Bettenhaus entstehen. Derzeit steht noch eine letzte wichtige Genehmigung aus. Dann kann der Bauantrag eingereicht werden. Das Projekt soll drei Jahre dauern.

02.11.2014
Manderscheid. "Bei einer solchen Investition schauen die schon mal genauer hin," sagt Thomas Kaut, Direktor der Eifelklinik Manderscheid, und erklärt, dass der Spatenstich für ein Großprojekt voraussichtlich im Frühjahr 2015 erfolgen wird. Denn es geht um eine Investition von 17 Millionen Euro in einen Bettenneubau der Klinik. Vor Einrichtung des Bauantrags müsse das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium sein OK geben.

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Kaut stellte das Projekt bei einem Besuch des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Wittlich-Land, Dennis Junk, im Detail vor. Die Klinik, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feierte, soll erweitert werden.
Bislang mussten manche Patienten in Zwei-Bett-Zimmern untergebracht werden. Aber das, so ist sich die Klinikleitung sicher, entspricht nicht mehr den aktuellen Standards.
Der Schwerpunkt der Klinik liegt in der Behandlung von Menschen mit psychosomatischen Störungen. Viele Mobbing- und Burn-Out-Patienten aus der Region und dem Rheinland kommen zu einer Kur dorthin. Die Verweildauer betrage in der Regel 35 Tage. Kaut: "Wir sind mit 205 Betten die größte Klinik im Land. Wenn der Neubau abgeschlossen ist, haben wir Platz für 215 Patienten - in Einzelzimmern."
Nachdem der Neubau vom Vorstand der Deutschen Rentenversicherung abgesegnet wurde, liege es jetzt am Gesundheitsministerium von Nordrhein-Westfalen, das Vorhaben zu prüfen und zu genehmigen, sagte Kaut. Warum ein anderes Bundesland daran beteiligt ist? Der Grund, so Kaut, liege darin, dass der Träger der Eifelklinik, die Deutsche Rentenversicherung, in Nordrhein-Westfalen liegt. Und bei einem Bauvorhaben dieser Größe müsste das zuständige Ministerium eingeschaltet werden. Erst nach dessen Genehmigung werde der Bauplan bei den Behörden vor Ort - sprich der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich - eingereicht. Der Verwaltungsdirektor rechnet mit einer Baudauer von etwa drei Jahren.
Bürgermeister Dennis Junk hob die Bedeutung der Eifelklinik hervor und betonte, dass die Zusammenarbeit zwischen Verbandsgemeinde und Klinik weiter gewährleistet sei. hpl
Extra
Die Eifelklinik in Zahlen Durchschnittsalter der Patienten: 40 bis 55 Jahre; pro Monat zahlt die Eifelklinik 5000 Euro Kurtaxe an die Stadt Manderscheid; zehn Ärzte, 14 Psychologen, 27 Pflegekräfte und 3 Sozialarbeiter sind dort tätig; 800 schwer depressive Patienten werden pro Jahr behandelt. Insgesamt gibt es pro Jahr 2000 Patienten, die in der Regel 35 Tage in der Eifelklinik verbringen. hpl