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Betrug und Untreue: Mann aus dem Saar-Pfalz-Kreis kommt vor Gericht

(Wittlich/Trier) Ein Angeklagter soll Geld von seinem Arbeitgeber veruntreut haben.

11.11.2017
Die Staatsanwaltschaft Trier wirft einem 29-Jährigen aus dem Saar-Pfalz-Kreis gewerbsmäßigen Computerbetrug in elf Fällen sowie gewerbsmäßige Untreue in 17 Fällen vor.

Der Angeklagte, der sich ab kommender Woche vor dem Amtsgericht Wittlich verantworten soll, soll von Oktober bis Dezember 2015 seinen Arbeitgeber betrogen haben. Als für das Haushalts- und Rechnungswesen zuständiger Verwaltungsmitarbeiter eines Seniorenheims im Kreis Bernkastel-Wittlich soll er, so die Anklage, Geld von Konten des Seniorenheims für sich abgezweigt sowie Bargeld aus einer Kasse entnommen haben. In fünf Fällen habe er Schecks für das Seniorenheim im Wert von insgesamt rund 3500 Euro für sich eingelöst, in elf Fällen soll er ohne Befugnis eine Scheckkarte für Abbuchungen im Wert von insgesamt 6900 Euro genutzt haben, und in 17 Fällen soll er Bargeld im Gesamtwert von rund 8100 Euro entnommen haben.

Computerbetrug ist eine Straftat, die zu den Vermögensdelikten gehört und ist in dem Teil des Strafgesetzbuchs, der die Betrugs- und die Untreuedelikte enthält, verankert. Computerbetrug kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft werden.

Ursprünglich sollte der Fall im September verhandelt werden, wurde dann jedoch kurzfristig verlegt. Die neu terminierte, öffentliche Verhandlung am Amtsgericht Wittlich soll am Mittwoch, 15. November, 13.30 Uhr, beginnen.
 
Extra: Die Staatsanwaltschaft Trier
Die Staatsanwaltschaft Trier hat nach eigenen Angaben jährlich etwa 35 000 Verfahren gegen bekannte und 15 000 gegen unbekannte Täter zu bearbeiten. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die durch Grenznähe begünstigte Kriminalität wie Betäubungsmitteldelikte. Sie ist für die Bearbeitung aller Strafsachen im Landgerichtsbezirk Trier zuständig. Dieser umfasst neben der Stadt Trier die Landkreise Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Daun und Trier-Saarburg. Darin liegen acht Amtsgerichte.