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Burgenfest im Zeichen des Orients

Manderscheid feiert Mittelalterspektakel im 30. Jahr - Neben Rittern kommt auch ein Kalif

(Manderscheid) Mit bis zu 20 000 Gästen rechnet die Stadt Manderscheid (Kreis Bernkastel-Wittlich) beim diesjährigen historischen Burgenfest am 30. und 31. August. Das Fest steht unter dem Motto "Vom Orient zum Okzident" - auch Kamele wird es zu sehen geben.

07.08.2014
Hans-Peter Linz
Manderscheid. "Alle Verträge sind unter Dach und Fach," erklärt Martha Hubertz von der Verbandsgemeindeverwaltung anlässlich der Pressekonferenz zum Historischen Burgenfest in Manderscheid. Das Programm zum 30. Historischen Burgenfest in Manderscheid steht. In diesem Jahr feiert die Traditionsveranstaltung ihr 30. Jubiläum. Deshalb gibt es auch erstmals ein Helferfest, das bereits am Freitag in einer geschlossenen Veranstaltung stattfinden soll. "Es sind im Schnitt 600 Freiwillige aus den Vereinen und den umliegenden Ortschaften, die das Fest alljährlich erst ermöglichen. Deshalb gibt es im Jubiläumsjahr auch ein besonderes Helferfest," sagt Wolfgang Schmitz, Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Wittlich-Land, zu der Manderscheid seit der Gebietsreform vom 1. Juli dieses Jahres gehört. Das Schwerpunktthema lautet "Orient trifft Okzident", wie der künstlerische Leiter, Harald Peinzke, erläutert. Erstmals wird auch ein Kalif mit Gefolge und zwei Kamelen dabei sein. Höhepunkt des Burgenfestes ist das Ritterturnier, das an beiden Festtagen nachmittags und abends geboten wird. Das Turnier steht unter dem Titel "Die Blume der Wüste". Dieses Mal geht es um eine junge Frau, die selbst an einem Ritterturnier teilnehmen will, während ihr Vater zu einem Treffen mit Kaiser Barbarossa reist.
Das Turnier wird alljährlich von den Löwenrittern ausgerichtet, einer Interessengemeinschaft von Mittelalterfans, die Schaukämpfe nach historischen Vorgaben einstudieren und vorführen.
Weitere Attraktionen des Festes sind der mittelalterliche Markt mit 30 Ständen auf dem Gelände der Niederburg, fahrende Sänger, Musikgruppen, Schaukämpfe, Magie und Akrobatik. Am Samstagabend gibt es zudem ein großes Feuerwerk.
Auch der Graf von Manderscheid, im bürgerlichen Leben Reimund Schmitz, ist wieder dabei und wird das Fest feierlich eröffnen. Schmitz hat im vergangenen Jahr das Amt des verstorbenen Edgar Durchdewald angetreten und führt auch Gästewanderungen und bietet Führungen durch die Stadt an. "Die Nachfrage war erbaulich. Ich habe Anfang des Jahrs sogar den Kommodore der Air Base in Spangdahlem zum Ritter geschlagen," sagt er rückblickend auf seine erste Amtszeit. Die Veranstalter rechnen mit bis zu 20 000 Besuchern.
Ob das Burgenfest auch im nächsten Jahr noch im nun zur Verbandsgemeinde Wittlich-Land gehörenden Manderscheid stattfinden wird? "Es gibt noch keine Überlegungen, das Fest nicht stattfinden zu lassen," sagt Manderscheids Stadtbürgermeister Günther Krämer dazu.
Termin: Samstag, 30. August (11-22 Uhr), Sonntag, 31. August (10-21 Uhr), www.burgenfest.info
Extra: Kindernachricht
Beim Manderscheider Burgenfest kann man das Leben des Mittelalters nachempfinden. Das war vor über 500 Jahren, als die Menschen noch keine Autos und kein Telefon hatten. Man musste zum Beispiel mit dem Pferd reiten, um weite Strecken zurückzulegen. Beim Burgenfest gibt es auch ein interaktives Rätselspiel für Jugendliche. Es heißt "Sei ein Ritter". Es geht darum, auf dem Burggelände und auf der Turnierwiese sieben Rätsel zu lösen. Der Hauptpreis ist die Teilnahme am großen Ritterturnier. hpl

 

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