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Damit im Ernstfall alles klappt

(Wittlich) Die Feuerwehr Wittlich hat bei ihrer Abschlussübung einen Brand im Krankenhaus simuliert. Fünf Wehren und rund 90 Feuerwehrmänner waren beteiligt.

02.10.2017
Christina Bents
Wittlich Rauch ist in den Fluren der Bereitschaftszimmer im vierten Obergeschoss des Krankenhauses Wittlich. Feuerwehrmänner mit Atemschutzgeräten kommen die Treppen hinauf und suchen nach dem Brandherd. Auf dem Gelände des Krankenhauses kommen inzwischen weitere Feuerwehrautos an: Mannschaftswagen, Einsatzleitwagen, drei mit einer Drehleiter und eine Drohne der Feuerwehr Maring-Noviand ist vor Ort, um Bilder zu machen, damit man genauer sehen kann, wie sich die Lage entwickelt.
Martin Schmidt, stellvertretender Wehrleiter der Feuerwehr Wittlich erklärt: "Uns ist heute wichtig, das Zusammenspiel mit der Krankenhausleitung zu proben, es müssten im Ernstfall Patienten evakuiert, der Löscheinsatz von innen und außen koordiniert, gegebenenfalls die Patientenannahme verlegt werden." Weiter sagt er: "Dazu muss es einen Überblick über die Haustechnik geben." Insgesamt waren rund 90 Feuerwehrleute und 25 Fahrzeuge im Einsatz. Neben der Feuerwehr Wittlich waren die Feuerwehren Bitburg, Bernkastel-Kues, Altrich und Maring-Noviand an der Abschlussübung beteiligt.
Regelmäßig finden am Krankenhaus Wittlich Feuerwehrübungen statt. Heike Ostermeier, stellvertretende kaufmännische Direktorin sagt: "Vorab informieren wir alle Patienten, damit sie wissen, dass es sich hier um eine Übung handelt. Die Patienten sind ansonsten aber nicht involviert." Für das Krankenhaus und seine Mitarbeiter ist das Proben der Abstimmung und der Abläufe im Falle eines Brandes ein wichtiges Ziel. "Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wenn tatsächlich das Telefon klingelt, mit der Brandmeldung und die Brandschutztüren zufallen", so Heike Ostermeier.
Würde es im Krankenhaus tatsächlich brennen, käme zuerst das Koordinationsteam des Krankenhauses in den Einsatz. Das besteht aus den diensthabenden Anästhesisten, die zunächst die Lage einschätzen. Dann bekäme das Brandschutzteam eine Meldung. Koordiniert wird das Ganze vom Brandschutzbeauftragten des Krankenhauses Guido Licht. Im Krankenhaus Wittlich sind an einem Wochentag vormittags rund 340 Patienten und 350 Personen Personal. Kleinere Einsätze hat die Feuerwehr Wittlich im Krankenhaus durchschnittlich ein- bis zweimal pro Jahr.
Christian Vollmer, Wehrleiter berichtet: "Der Aufzug gibt manchmal Rauchzeichen, es wurden schon einmal von Patienten in der Psychiatrie Matratzen angezündet und leider gibt es auch Suizidfälle, zu denen wir gerufen werden. Größere Brände gab es in den vergangenen Jahren nicht."