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aus unserem Archiv vom 12. Juli 2012
Autor: Harald Jansen Kommentare: Kommentare zeigen Ort: Wittlich Drucken  E-Mail

Discoeröffnung in Wittlich: Neuer Tanzpalast an altbekannter Stelle

Die Disco ist tot, es lebe die Disco. Ab dem heutigen Freitag gibt es in Wittlich wieder eine Diskothek. Vor rund zwei Monaten hat der 2010 eröffnete Musikpark mehr oder weniger im Stillen seine Pforten geschlossen. Nun gehen Imperium und Empire an den Start.

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Wittlich. Die Adresse im Wittlicher Industriegebiet ist gleich geblieben. Doch es ist nach Angaben der neuen Betreiber eine ganz neue Diskothek, die am heutigen Freitag ihre Pforten öffnen soll. Die neuen Herren im Haus, die ihren Namen nicht nennen wollen, haben nach eigenen Angaben in den vergangenen Wochen in die Technik des Betriebs investiert und auch die Inneneinrichtung renoviert. Warum sie nicht genannt werden wollen, begründen sie nicht.
So gebe es unter anderem eine neue Musikanlage. Auch das Personal sei neu, heißt es.
Das Gebäude, das schon das Colosseum und den Musikpark Wittlich beherbergte, wird in Zukunft freitags als Empire und samstags als Imperium firmieren. Hinter diesen Namensnennungen verbirgt sich wohl die Geschäftsidee, unterschiedliches Zielpublikum anzusprechen.
Der Freitag richtet sich mit Hip-Hop-Musik sowie R\'n\'B besonders an US-amerikanische Militärangehörige in der Region. Am Samstag gibt es hingegen kein spezielles Zielpublikum, sagt der Sprecher des Betreibers.
Der bisherige Musikpark war besonders bei Gästen mit osteuropäischen Wurzeln beliebt.

Besitzer bleibt gleich


Im Internet war der Musikpark unter anderem als sogenannte Russendisco gelistet. Auch die Betreiber des neuen Betriebs setzen bisher offensichtlich auf dieses Zielpublikum. Es sei in einem russischsprachigen Netzwerk für die neue Disco geworben worden, sagt am Telefon der Mann, der die Reservierungen entgegennimmt. Für diese Ausrichtung spricht die Gestaltung eines Werbeplakats, auf dem zwei Frauen Pelzmützen mit rotem Stern tragen. Und als Geschenk für Geburtstagskinder gibt es am 28. Juli eine Flasche Wodka.
Warum der bisherige Musikpark Wittlich seinen Betrieb eingestellt hat, ist nicht bekannt. Telefonisch ist die Musikpark Wittlich GmbH nicht zu erreichen. Anfragen bei Besitzer Manfred Hermes blieben ebenfalls unbeantwortet. Der Wittlicher Unternehmer hatte das Gebäude 2010 bei einer Zwangsversteigerung erworben.
Meinung
Es geht nur mit Offenheit

Es ist erfreulich, wenn das Freizeit- und Ausgehangebot in Wittlich um eine Disco erweitert wird. Mögen die Tanzwütigen an jedem Wochenende bis in den Morgen tanzen und feiern! Am besten in großer Zahl und friedlich. Warum jedoch niemand wissen soll, wer die Macher hinter dem Lokal sind, klingt merkwürdig. Fehlende Offenheit schafft weder Vertrauen noch Akzeptanz. Und das sind neben Musik und freundlicher Bedienung die Grundvoraussetzungen für den wirtschaftlichen Erfolg solch einer Einrichtung. Eine Disco in einer Stadt von der Größe Wittlichs kann nur auf Dauer bestehen, wenn sie akzeptiert wird. Ansonsten besteht eine Disco in einer Stadt von der Größe Wittlichs nur auf Zeit. Das war beimColosseum und beim Musikpark so. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Konzept Empire/Imperium bewährt. h.jansen@volksfreund.de

 




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