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aus unserem Archiv vom 29. Juni 2010
Autor: Von unserer Mitarbeiterin Martina KleinOrt: Drucken  E-Mail

Ein kreativer Tausendsassa

Anni Zender aus Minderlittgen malt Landschaften in Öl, züchtet Kakteen, kreiert vierstöckige Torten, und das Besondere daran ist: Ihre Künste entstehen nach dem Motto: "Geht nicht - gibt es nicht".

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Minderlittgen. Bevor man die malerischen Schätze von Anni Zender zu Gesicht bekommt, trifft man zuerst auf ihre stachligen Schönheiten, die den Besucher schon an der Haustür empfangen. Kakteen in allen Größen und Formen.
 
Mindestens 80 Töpfe, die oft im Doppelpack bestückt sind, hat sie aktuell gezählt. An den Blumentöpfen, die alle gleichfarbig sind, lässt sich schon die kreative Ader erkennen. Sie stehen in Reih und Glied auf Regalböden, hängen prachtvoll blühend von der Decke oder versammeln sich im Garten.
 
"Vor rund 40 Jahren war ich mit meiner Tochter im Baumarkt unterwegs und rettete zwei kleine Kakteen vor dem Verdursten, das war der Anfang", erzählt die dreifache Mutter. Durch Ausprobieren, einen ausgeprägten grünen Daumen und Rücksicht gegenüber den Pflanzen entstand langsam eine grüne Oase im Hause Zender. In ihren Bildern finden sich jedoch keine Kakteen, sondern weite Landschaften, Stillleben und Tiere. Ihre Liebe zu Skandinavien spiegelt sich in ihren Ölgemälden wider.
 

Einfallsreiche Ideen auch in der Küche


 

 
Rosen findet man auch auf Tisch oder Schrank. Wenn man ihre Bilder betrachtet, drängt sich einem die Frage auf, wie viele Kurse sie wohl belegt hat. "Keinen einzigen, ich malte schon als Kind. Ich versuchte es einfach. Übte, schaute mir Bilder ganz genau an, überlegt wie der Maler den Pinsel geführt hat", sagt sie.
 
"Sie ist eine Diebin mit den Augen", sagt ihr Mann schmunzelnd. Wobei - einen Lehrmeister hatte sie doch. Bob Ross lehrte sie via Fernsehen viele Techniken. "Ich hätte ihm den ganzen Tag zuschauen können", schwärmt Zender. Das könnte auch ihr Mann, wenn Anni Zenders kreative Ader in der Küche Einzug hält.
 
Da entstehen in Gemeinschaftsproduktion vierstöckige Kunstwerke aus Marzipan, Torten in Buchform und Butter - Kuchen, die sich in Segelschiffe verwandeln, um nur einige ihrer essbaren Projekte zu nennen. Selbst die Dekoration samt Brautpaar stammt aus ihren Händen. Für Anni Zender war es nie eine Frage, warum sie etwas nicht können sollte. "Geht nicht - gibt es nicht". Die Frage, ob ihre Kreativität auf andere Familienmitglieder abgefärbt habe, beantwortet sie mit Ja. Ihr Mann sei ebenfalls sehr kreativ, und das "Maler-Gen" habe ihre jüngste Tochter geerbt. Sie male mit Acryl.


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