Um den gesetzlichen Vorgaben für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren gerecht zu werden, ist auch in Binsfeld eine Erweiterung der Kita unausweichlich. Noch in diesem Jahr soll deshalb mit einem Anbau begonnen werden.
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Grund zur Freude haben die Kinder der Binsfelder Kita nicht nur im Bälle-Bad, sondern auch wegen des geplanten Anbaus. Foto: Rebecca Crames
Binsfeld. 75 Plätze hat der Kindergarten Abenteuerland in Binsfeld. Davon sind zehn für Kinder unter drei Jahren vorgesehen. Die Zweijährigen haben in Rheinland-Pfalz nämlich bereits seit vergangenem Jahr einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Ab Sommer 2013 soll dieser Rechtsanspruch bundesweit gelten. Und zwar nicht nur für die Zweijährigen, sondern auch für diejenigen, die noch jünger sind.
Keine zusätzlichen Gruppen
Dass es dafür Bedarf gibt, daran gibt es auch in Binsfeld keinen Zweifel. "95 Prozent der Plätze, die wir vergeben, gehen mittlerweile an Zweijährige", sagt Gundi Jung, Leiterin der Binsfelder Kita. Entsprechend lang sei deshalb auch die Warteliste. Und entsprechend groß die Notwendigkeit einer Erweiterung.
Das hat auch die Gemeinde längst erkannt, die nun den Ausbau in Angriff nehmen möchte - wenn auch in einer abgespeckten Form. So gab es zunächst die Überlegung, ein weiteres Stockwerk auf das Kita-Gebäude draufzusetzen. Weil diese Variante jedoch zu teuer geworden wäre, will die Gemeinde nun die günstigere Alternative angehen. Diese sieht einen Anbau auf der Rückseite des Abenteuerlands vor. "Wir wollen damit noch in diesem Jahr anfangen", sagt der Binsfelder Ortsbürgermeister Walter Faber. Die Kosten für den Anbau seien noch nicht komplett ermittelt, sagt Faber, doch rechne er mit 250 000 bis 350 000 Euro.
Mehr Kinder als bisher wird das Abenteuerland nach dem Umbau jedoch nicht aufnehmen können. Das sei aber auch nicht notwendig, wie die Kita-Leiterin erklärt. "Wir brauchen keine zusätzlichen Gruppen, sondern weitere Funktionsräume", sagt Jung. Denn für die Kinder unter drei Jahren müsse die Kita unter anderem Ruheräume zur Verfügung stellen, fügt die Leiterin hinzu. Und weil der Bedarf an Plätzen für Kleinkinder schon jetzt größer sei als das Angebot, müsse die Kita ständig improvisieren und täglich Betten für die Mittagsruhe hin- und herschieben. Jung und ihre Kolleginnen sind deshalb froh, dass die Gemeinde die Erweiterung der Kita nun in Angriff nimmt. Genau wie die Eltern, die aus beruflichen Gründen auf einen Platz in der Kita dringend angewiesen sind. Denn auch wenn sich an der Kapazität des Abenteuerlands letztlich nichts ändern wird (und muss), so ist nach dem Umbau dennoch mehr Platz für die unter Dreijährigen. uhe
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