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aus unserem Archiv vom 16. Juli 2012
Autor: Clemens Beckmann Ort: Plein/Wittlich Drucken  E-Mail

Mutmaßlicher Brandstifter vor Gericht

Ein Mann steht im Verdacht, in Plein das Haus seiner Freundin angezündet zu haben. Nach der Tat meldete er sich bei der Polizei. Grund könnten Beziehungsprobleme gewesen sein. In dieser Woche ist die Verhandlung vor dem Wittlicher Amtsgericht.

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Plein/Wittlich. Die beschauliche Ruhe in der Siedlung Unkenstein bei Plein wurde in der Nacht vom 28. auf den 29. März dieses Jahres jäh unterbrochen. Gegen 21.30 Uhr ging bei der Feuerwehr die Meldung über ein brennendes Haus ein. Noch während die Löscharbeiten liefen, meldete sich ein 56 Jahre alter Mann bei der Polizei in Wittlich und gab an, er habe den Brand gelegt. Am Donnerstag, 19. Juli, muss sich der mutmaßliche Täter vor dem Amtsgericht Wittlich verantworten.
Der Feuerschein war damals noch von der Wittlicher Altstadt aus zu sehen. Es gab also Großalarm für die Feuerwehr und andere Rettungskräfte. Zunächst war unklar, ob sich jemand in dem Gebäude befindet. Das war aber nicht der Fall.
Der mutmaßliche Brandstifter lebte selbst in dem Haus, das seiner Lebensgefährtin gehört. Die ersten Ermittlungen brachten zutage, dass der Mann das Feuer wegen Beziehungsproblemen mit seiner Freundin gelegt hat. Mehrere Feuerwehrtrupps mit Atemschutzgeräten gingen damals gegen das Feuer vor. Auch die Drehleiter der Wittlicher Wehr kam zum Einsatz. Es musste sogar eine Leitung zur Lieser gelegt werden, um genügend Löschwasser zur Verfügung zu haben. Die Kreisstraße 21 war zeitweise gesperrt. Alle Anstrengungen halfen nichts. Das Gebäude brannte aus und steht auch Mitte Juli immer noch als Ruine da.
Der Schaden wurde auf etwa 80 000 Euro geschätzt. Es gab aber keine Verletzten. Brandursache nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Trier: In dem Haus wurde Lampenöl verschüttet und angezündet. Auch ein Holzstapel wurde so in Brand gesetzt.
Der mutmaßliche Brandstifter wurde damals einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Der erließ Haftbefehl wegen Fluchtgefahr. Dieser wurde gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Der Prozess beginnt am Donnerstag um 9 Uhr. Er ist auf einen Tag angesetzt. Welche Strafe ein solches Delikt nach sich ziehen kann, wurde einer breiten Öffentlichkeit vor wenigen Wochen bekannt. Da wurde Breno Vinicius Rodrigues Borges, genannt Breno, Fußballprofi in Diensten des FC Bayern München, wegen Brandstiftung zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Nach Ansicht des Gerichts hatte der Spieler im September 2011 seine gemietete Villa im Münchner Nobelvorort Grünwald in Brand gesetzt.

 




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