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aus unserem Archiv vom 01. August 2012
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Wittlich im Ausnahmezustand

Ein Volksfest wie die Säubrennerkirmes hat ihre Rituale. Einige listet die chronologische Kirmes-to-do-Liste für Traditionalisten auf. Das Beste sind aber in der Regel unvorhersehbare Ereignisse. Das Treffen alter Freunde, das Kennenlernen neuer Freunde, das Erleben von eigenen Kirmesgeschichten. TV-Redakteurin gibt Tipps für die Ausnahmezeit vom 17. bis 20. August.

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S tadtfarben: Wer nicht weiß, was er zur Kirmes anziehen soll, liegt mit den Stadtfarben Rot und Weiß richtig. So stilsicher gekleidet, füllt man noch das Portemonnaie mit Kirmesgeld. Dann kann schon am Freitagmorgen Kirmesluft geschnuppert werden: Um 11 Uhr öffnet nämlich der Handwerkermarkt.

Ä nderungen gibt es jedes Jahr auf dem Rummelplatz. Sparfüchse kommen zu dessen Eröffnung freitags um 18.30 Uhr, dann gibt es Freifahrten. Und dienstags nach dem traditionellen Fest ist immer Familientag mit ermäßigten Preisen. Für viele ein Muss ist die Fahrt mit dem Rummelplatzwahrzeichen, dem Riesenrad.

U rsprung des Ehrentitels Säubrenner für die Wittlicher ist eine Sage über die Eroberung der Stadt. Diese Geschichte wird am Freitag gegen 21.30 Uhr im Festschauspiel im Stadtpark vorgestellt. Wer da war, kann anschließend mitreden!

B öllerschützen lassen es kurz vor dem Laientheater immer ordentlich krachen.

R ichtig macht\'s, wer nach der Aufführung im Stadtpark mit dem großen Fackelzug auf den Marktplatz zieht, wo der Belagerungstrunk ausgeschenkt wird.

E inerlei ist anschließend, welchen Musikgeschmack man hat: Man kann jeden Abend zwischen zwei Bühnen wählen: Freitags spielt am Markt immer das Blasorchester (wie jeden Kirmestag) und am Pariser Platz Gooseflesh.

N achdem man samstags gut ausgeschlafen hat, ist man gerüstet im Auftrag der Tradition: Pflichtprogramm ist Spalierstehen am Festumzug ab 14.30 Uhr.

N ach der Runde durch die Stadt versammeln sich dann die Wittlicher auf dem Markt, um das Kirmesprotokoll vom Vorjahr zu hören und der Feuerwehr beim Klettern zum Stadtpatron St. Rochus am Alten Rathaus zuzuschauen.

E ingeladen hat anschließend der Bürgermeister einige Herrschaften zum Empfang im Sitzungssaal des Alten Rathauses. Ansonsten amüsiert man sich an den Weinständen und auf dem Rummelplatz.

R uhig angehen lässt man den traditionellen Kirmessonntag mit dem Frühschopppen ab 10.30 Uhr oder dem Festhochamt in der St. Markuskirche um 11 Uhr.

K ein Klassiker, sondern eine Kirmespremiere ist dann die sonntags von 22 bis 23.30 Uhr erstmals jeweils halbstündig zu sehende Lasershow am Busbahnhof, die die Schausteller spendieren.

I mmer kirmesmontags lautet dann die Frage: Wird ein neuer Saubratenrekord fällig? Denn in der Nacht zum Dienstag endet die Saubratenausgabe, die samstags bis montags stets mittags gegen 12 Uhr bis Mitternacht ist.

R eihenweise Wein ausgeschenkt wird an diesem Tag auch bei der traditionellen festlichen Weinprobe am Abend in der Synagoge mit Festgästen. Die vier Wittlicher Winzer zeigen sich dann von ihrer besten Seite.

M ontag ist übrigens nicht nur der jeweils letzte traditionelle Kirmestag, er gilt auch als der Tag, an dem die Wittlicher besonders gern feiern.

E ines kann man übrigens die ganzen Kirmestage neben den eingangs erwähnten Stadtfarben tragen: die Kirmesplaketten aus Holz mit dem Säubrennersymbol der hängenden Scherl-Schweine, die für einen guten Zweck verkauft werden.

S chluss ist endgültig, wenn am Dienstagabend auch der Rummelplatz abgebaut wird. Dann beginnt wieder eine neue Zeitrechnung: nach der Kirmes …

 




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