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Basketball: Gladiators Trier spielen schlecht und kassieren Niederlage in Franken

(Bamberg) Es hat schon wieder nicht geklappt: Die Gladiators Trier haben am Sonntagnachmittag bei den Young Pikes Baunach knapp mit 59:62 (26:32) verloren. In einem schwachen Spiel setzt Trier die Gastgeber erst am Ende unter Druck.

14.02.2016
Marek Fritzen
Was hatte der Gladiators-Trainer vor der Abreise zum Auswärtsspiel nach Baunach noch gesagt? „Das sind Jungs, die den Anspruch haben, schnellstmöglich als Profi für Bamberg in der Bundesliga zu spielen.“ Einer von diesen ambitionierten Akteuren, die Marco van den Berg gemeint hatte, ist Leon Kratzer. Wie ambitioniert der 19-jährige Center der Young Pikes Baunach ist, zeigt er den Gladiators bei deren 59:62 (26:32)-Auswärtsniederlage in der Bamberger Graf-Stauffenberg-Halle von Beginn an. 

Immer wieder stellt Kratzer, der Sohn des früheren Trierers Marc Suhr, die Gäste von der Mosel vor Probleme. Allein im ersten Viertel erzielt er acht Punkte für Baunach, das Ausbildungsteam des deutschen Meisters Brose Baskets Bamberg. 

Bei Trier ist Simon Schmitz trotz Schulterblessur dabei, dagegen fehlt Center Kilian Dietz (Rückenprobleme) wie erwartet. Gegen die aggressiven Gastgeber tun sich die Gladiatoren lange Zeit schwer, produzieren viele Ballverluste, gehen allerdings nach einem Dunking von Dwayne Evans mit einer knappen Führung in die erste Viertelpause (17:16). Unmittelbar nach Beginn des zweiten Viertels drehen die Gastgeber dann auf, ziehen vorübergehend auf fünf Punkte davon (19:24). Trier agiert in der Offensive viel zu harmlos, erzielt im gesamten zweiten Viertel nur neun Punkte und verzeichnet weiterhin viele einfache Ballverluste. Hinzu kommt eine unterirdische Wurfquote (nur neun von 29 Versuchen landen bis zur Pause im Korb). Lediglich Dwayne Evans und Kwadzo Ahelegbe erreichen Normalform – das logische Ergebnis: ein deutlicher Pausenrückstand (26:32). 
Nach dem Seitenwechsel sinkt das spielerische Niveau der Partie weiter. Ballverluste und Fouls reihen sich bei beiden Teams aneinander. Wer mit einem Aufwachen der Gäste gerechnet hatte, wird enttäuscht. Es ist der Tabellenelfte aus Franken, der den Vorsprung bis zum Ende des dritten Viertels weiter ausbaut (37:46). Bei Trier läuft bis zu diesem Zeitpunkt nicht viel zusammen. 

Das wird im letzten Viertel besser, vor allen Dingen dank Brandon Spearman und Kevin Smit: Durch einen Dreier des gebürtigen Oldenburgers Smit ist Trier 18 Sekunden vor Schluss dran (57:58). Plötzlich scheint der sechste Sieg im Jahr 2016 greifbar nahe. Doch es reicht nicht, das Glück fehllt, entscheidende Würfe von Kevin Smit und Simon Schmitz gehen daneben. Am Ende wiegt die schlechte Leistung aus dem zweiten und dritten Viertel zu schwer, zu wenig kommt zudem von Jack Eggleston, Justin Raffington und Benedikt Breiling (jeweils 0 Punkte). Trier kassiert die elfte Niederlage der Saison. 

Coach Marco van den Berg zeigte sich enttäuscht: „Wie so oft waren wir auswärts wieder mal nicht konzentriert genug, die Niederlage ist absolut verdient, auch wenn wir uns gegen Ende zurückgekämpft haben.“

Statistik:
Punkte Trier: Breiling 0 Punkte, Smit 9, Evans 13, Schmitz 4, Weber 2, Dahlem 0, Ahelegbe 11, Raffington 0, Eggleston 0, Herrera 5, Spearman 15 – Beste Werfer Baunach:  Kratzer 16, Taras 13, Dizdarevic 11 – Viertelstände:
 17:16/26:32/37:46/59:62

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