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Basketball - Krimi vom Feinsten: Gladiators Trier schlagen Gotha nach furiosem Finale mit 77:76 (42:48)

(Trier) Was für ein Spiel! Basketball-Zweitligist Gladiators Trier hat den fünften Heimsieg in Folge eingefahren und darf nun langsam ernsthaft von den Playoffs träumen: Beim dramatischen 77:76 (42:48) gegen den starken Tabellenvierten Oettinger Rockets Gotha drehen die Trierer am Ende richtig auf - fast über die komplette Spielzeit hatten die Gladiators zuvor hinten gelegen.

06.02.2016
Andreas Feichtner
Eine ausgeglichene Teamleistung bescherte letztlich den Sieg. Beste Trierer Schützen waren Dwayne Evans (16 Punkte),  Kwadzo Ahelegbe (15), Brandon Spearman und Justin Raffington (je 13). Bester Gothaer war Marco Völler mit 20 Punkten.

Von Beginn an entwickelte sich eine enge, hart umkämpfte Partie. Die Gladiators kamen etwas besser ins Spiel (4:1), die Thüringer antworteten aber mit zwei Dreiern (6:7). Der Abschnitt ging dank eines Buzzerbeaters von Simon Schmitz an die Gladiators (22:20). Für die schönste Szene im zweiten Viertel sorgte Brandon Spearman - er schloss ein schönes Solo per Dunking ab. Trier führte da mit 33:27 - aber das brachte die Gäste erst richtig auf Touren: Nach einem 16:2-Lauf stand es 43:35 für den Tabellenvierten. Gotha war in dieser Phase deutlich sicherer aus der Distanz, die Thüringer kamen zu vielen freien Würfen - und nutzten die meisten davon: sieben von zehn Dreier-Versuchen saßen bei den Oettinger Rockets, die mit einer 48:42-Führung in die Pause gingen. In Korbnähe war bei den Gästen zudem Marco Völler sehr stark. Der Sohn von Fußball-Legende Rudi Völler erzielte bereits in der ersten Halbzeit in 12 Minuten 12 Punkte. Auffälligste Trierer waren bis dahin Brandon Spearman (13 Punkte) und John Eggleston (9 Punkte).

Nach der Pause wurde es hektischer, zerfahrener. Für die ersten guten Szenen sorgten die Trierer, die sich Punkt um Punkt herankämpften. So schaffte Kwadzo Ahelegbe Mitte des dritten Viertels den Ausgleich (49:49). Aber die Gäste ließen sich davon nicht schocken - sie antworteten mit einem 7:0-Lauf, auch wenn in diese Phase einige strittige Schiedsrichter-Entscheidungen fielen - zum Unmut der 1550 Zuschauer in der Arena. So ging das dritte Viertel zwar knapp an die Trierer, die Gäste führten aber vor dem Schlussviertel mit 61:56.

Da wurde es dann richtig dramatisch - wieder mal nichts für schwache Nerven. Beim 68:67 schaffte Justin Raffington die erste Trierer Führung - die Stimmung war nun richtig gut in der Arena, trotz der eher enttäuschenden Zuschauerzahl. Die Führung wechselte mehrfach. 50 Sekunden vor Schluss führten die Gladiators mit 77:76 - bei eigenem Ballbesitz. Evans traf nur den Ring, aber auch auf der Gegenseite punkten die Gäste nicht mehr. Geschafft! 

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