sport/basketball/tbb

Bei Gladiators Heimspiel: 21-jährige Triererin trifft sensationellen Wurf in Viertelpause

(Trier) Was für eine Aktion am Samstagabend in der Arena Trier: Knapp 2000 Zuschauer verfolgen das Spiel der Gladiators Trier gegen Paderborn. Es ist die zweiminütige Pause vor dem letzten Viertel. Kein Spieler steht auf dem Feld, doch tobt die ganze Halle. Der Grund ist Adyam Habte.

03.01.2016
Marek Fritzen
Die 21-jährige Triererin ist zum ersten Mal bei einem Gladiators-Heimspiel, mit Basketball hat sie eigentlich nichts am Hut. Doch am Samstagabend ist sie mit ihrer Schwester und Freunden in die Arena gekommen. Als Hallensprecher Chris Schmidt in der Halbzeit einen Kandidaten für den Wurf von der Mittellinie in der letzten Viertelpause sucht, meldet sie sich. „Meine Schwester meinte, ich soll mitmachen", erzählt die junge Frau.

Gesagt getan: Habte, die derzeit eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement in einer Sekt- und Weinkellerei macht, meldet sich und wird ausgewählt. Das heißt: In der Viertelpause  kriegt sie einen Ball in die Hand gedrückt und muss versuchen, diesen von der Mittellinie im Korb zu versenken - eine Kunststück, das selbst Profis nur selten gelingt. Schafft sie es dennoch, winken ihr 500 Euro von der Sparkasse Trier.

Als Habte aufs Feld gebeten wird, schlottern ihr die Knie. „Ich war so nervös, ich wusste gar nicht, was ich machen sollte“, erinnert sie sich. „Ich bin dann einfach runter und habe den Ball irgendwie geworfen.“ Und wie: der Ball fliegt, fliegt, fliegt und rauscht durch das Netz – Treffer.

Die Halle tobt, Hallensprecher Schmidt hüpft vor Freude übers Feld, die Paderborner Spieler applaudieren und Habte sprintet jubelnd durch die Halle – die 21-Jährige ist die erste Frau, die je bei diesem Viertelpausen-Spiel getroffen hat. „Ich kann das immer noch nicht glauben, echt unfassbar.“ Und was macht sie mit den 500 Euro? „Davon kaufe ich mir Schuhe“, sagt sie lachend.

Videoquelle: StreamSolutions



 

Empfehlungen

Kommentare