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Gladiators besiegen Leverkusen - Mehr als 2000 Zuschauer

(Trier) Die Gladiators Trier haben die Bayer Giants Leverkusen am Sonntagabend in der Arena Trier mit 72: 66 (36:33) geschlagen. Im Duell war Trier das spielbestimmende Team. Zum ersten Mal in der Saison wollten mehr als 2000 Zuschauer ein Gladiator- Spiel sehen.

10.01.2016
Irgendwie ist es schwer zu glauben: Trier gegen Leverkusen, das ist doch Basketball-Bundesliga, das ist doch ein Duell um die Playoff-Plätze, das sind doch die Kämpfer von der Mosel gegen den übermächtigen Rekordmeister vom Rhein – doch im Januar 2016 sieht die Realität anders aus: Trier gegen Leverkusen, das ist ProA, zweite Basketball-Bundesliga. „Ist uns doch egal“, denken sich am Sonntagabend 2212 Zuschauern – damit ist in dieser Saison zum ersten Mal die 2000-Marke bei einem Gladiators-Heimspiel geknackt - und kommen in die Arena zum Spiel der Bayer Giants Leverkusen, dem noch immer amtierenden Rekordmeister im deutschen Basketball, gegen die Gladiators Trier. Das Duell der größten Traditionsclubs der zweiten Liga entscheiden die Trierer mit 72:66 (36:33) für sich.

In einer Partie auf spielerisch niedrigem Niveau, erwischt der Tabellenvorletzte aus dem Rheinland den besseren Start. Bei Trier, das erstmals ohne Aufbauspieler Luca Breu angetreten ist, der unter der Woche zu Drittligist Weißenhorn gewechselt war, läuft nicht viel zusammen. Die Gäste dominieren das Spiel und führen nach wenigen Minuten durch einen Dreier von Michael Kuczmann (5:7). Erst gegen Ende des ersten Viertel ziehen die Gastgeber durch Dreier von Benedikt Breiling, Brandon Spearman und Neuzugang Kwadzo Ahelegbe deutlicher davon (19:12).

Bis zur Pause entwickelt sich ein enges Spiel. Trier schafft es nicht, sich deutlich abzusetzen. Ein Grund dafür ist die starke Zonen-Verteidigung (Ball-Raum-Verteidigung) der Gäste, womit die Leverkusener die Gastgeber zu vielen Ballverlusten zwingen.

Nur wenn das Team von Trainer Marco van den Berg den Ball zügig passt, gelingen ihm erfolgreiche Abschlüsse. So trifft Flügelspieler Sebastian Herrera nach schnellen Passfolgen mehrmals von der Drei-Punkte-Linie. Neuzugang Ahelegbe (13 Punkte) ist gegen Leverkusen nicht so auffällig wie noch bei seinem Debüt gegen Paderborn, dennoch agiert er uneigennützig und stark in der Verteidigung.

Diesmal ist es Dwayne Evans (19 Punkte), der die Führungsrolle im Team übernimmt: Dem US-Amerikaner ist es auch zu verdanken, dass sich die Trierer nach dem Seitenwechsel durch einen 8:0-Lauf erstmals deutlicher absetzen. Die Gladiators übernehmen nun die Spielkontrolle und gehen mit einer deutlichen Führung ins letzte Viertel (53:44).

In den letzten zehn Minuten macht es Trier dann noch einmal unnötig spannend. Durch einige Unkonzentriertheiten und technische Fehler ermöglichen sie den Bayer-Jungs nochmals eine kleine Aufholjagd. Der starke US-Amerikaner James Hulbin bringt sein Team mit einem Dreier knapp zwei Minuten vor Schluss nochmals auf drei Punkte ran (63:66). Doch am Ende sind es die erfahrenen Ahelegbe und Evans, die den Trierer Sieg eintüten.

Die Gladiators feiern damit den zweiten Sieg im zweiten Spiel des Jahres und erwarten kommen Samstag (20 Uhr) Chemnitz in der Arena Trier.

Punkte Trier: Ahelegbe 13, Smit 3, Herrera 6, Evans 19, Raffington 10, Spearman 11, Eggleston 4, Breiling 5, Dietz 1, Dahlem 0 - Beste Werfer Leverkusen: Hulbin 11, Kreklow 10, Camphor 17 - Viertelstände: 19:12/36:33/53:44/72:66 - Zuschauer in der Arena Trier: 2212

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