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Gladiators lassen Rhöndorf keine Chance

(Rhöndorf) Die Gladiators Trier haben ihren fünften Auswärtssieg der Saison eingefahren: Bei Schlusslicht Dragons Rhöndorf hat das Team von Trainer Marco van den Berg haushoch mit 100:60 (53:37) gewonnen. Den Gladiatoren ist die Teilnahme an den Play-offs nun so gut wie sicher.

05.03.2016
Es ist ein krachender Dunking von Dwayne Evans wenige Minuten vor der Halbzeitpause, der das Spiel entscheidet: 51:35 steht es da für die Gladiators Trier, das Ding ist durch. Dem bis dahin tapfer kämpfenden Tabellenschlusslicht Dragons Rhöndorf geht ab diesem Zeitpunkt endgültig die Puste aus. Ohne ihren bisher Stärksten, den US-Amerikaner Sterling Carter, der die Rheinländer in der vergangenen Woche aus privaten Gründen verlassen hat, fällt es den Gastgebern schwer, das Spiel ausgeglichen zu halten. Allein ihr Aufbauspieler Viktor Frankl-Maus muss mangels Alternativen fast die gesamte erste Hälfte auf dem Parkett stehen. 

Trier ist dagegen zum ersten Mal in dieser Saison mit dem kompletten Kader angereist. Kilian Dietz hat seine Rückenentzündung auskuriert und ist genauso dabei wie Aufbauspieler Kwadzo Ahelegbe, der seine Achillessehnenreizung überwunden hat. 

In den Anfangsminuten ist es allerdings dennoch Rhöndorf, das den Takt angibt. Allen voran ihr letzter einsatzbereiter US-Amerikaner Jordan Hamilton stellt Trier vor Probleme. In den ersten Minuten ist er für Trier nicht zu stoppen. Die Konsequenz: Die Gäste liegen nach vier Minuten mit sechs Punkten hinten (5:11). 
Zwar wachen die Gladiatoren in die Folgeminuten auf und drehen das Spiel, doch bis zum Ende des ersten Viertels lässt sich Rhöndorf nicht abschütteln (28:22 für Trier). 
Bei Trier ist Kwadzo Ahelegbe die Verletzungspause deutlich anzumerken. Sein Wurf sitzt noch nicht. "Er braucht noch ein wenig Zeit", glaubt sein Trainer Marco van den Berg. Einen guten Eindruck hinterlassen dagegen Jack Eggleston und Dwayne Evans. Eggleston ist präsent in der Defense und hat auch immer wieder gute Aktionen in der Offensive. Evans ("er ist fabelhaft" - van den Berg) ist genau wie Brandon Spearman der gewohnt starke Rückhalt. 

Im zweiten Viertel entwickelt sich ein Spiel auf niedrigem spielerischem Niveau, in dem Trier mehr und mehr die Kontrolle übernimmt. Die Gladiators leisten sich noch einige einfache Fehler, allein das ist der Grund, warum das Spiel nicht schon noch früher entschieden ist. Mit einer 53:37-Führung geht's in die Pause. 

Die zweite Hälfte ist dann schnell erzählt: Rhöndorf schwinden die Kräfte, außer wilden Würfen von außen kommt von den Rheinländern, die nun den Gang in die dritte Liga antreten müssen, nichts mehr. Trier genügt eine durchschnittliche Leistung und eine sensationelle Dreierquote von über 60 Prozent (elf von 18 Trierer Drei-Punkte-Würfe landen im Rhöndorfer Korb), um den 100:60-Auswärtssieg locker einzutüten. Damit dürfte dem Team von Trainer Marco van den Berg die Play-off-Teilnahme nicht mehr zu nehmen sein. 

Triers Trainer zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: "Wir konnten hier nur verlieren. Rhöndorf hatte nichts zu verlieren. Daher ist es gut, dass die Jungs so abgeklärt und konzentriert gespielt haben - wir haben den Ball sehr gut laufen gelassen und sehr gut von außen getroffen - das ist ein Zeichen für unser wachsendes Selbstvertrauen." In dieser Form, traue er seinem Team "noch sehr viel zu". 

Am nächsten Freitag reist Trier nach Jena (19 Uhr).

Punkte
Breiling 3, Smit 7, Evans 22, Dietz 2, Schmitz 5, Weber 6, Dahlem 5, Ahelegbe 9, Raffington 11, Eggleston 12, Kratzborn 5, Spearman 13


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