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Trierer Basketballer feiern vierten Heimsieg in Folge: Gladiators bezwingen Heidelberg knapp (Video)

(Trier) Viertes Heimspiel im Jahr 2016, vierter Heimsieg: Die Gladiators Trier haben Play-off-Konkurrent Heidelberg am Sonntagabend mit 70:66 (39:38) bezwungen. Vor 2100 Zuschauern sind es am Ende Brandon Spearman und Dwayne Evans, die das Spiel für Trier entscheiden. Seine Heimpremiere feiert Simon Schmitz.

31.01.2016
Marek Fritzen
Als Simon Schmitz das Feld betritt, sind die Gäste aus Heidelberg gerade dabei, das Spiel zu drehen. Auf der Uhr stehen noch 1:31 Minuten im ersten Viertel, dann ist es soweit: Triers Nummer neun feiert sein Heimdebüt. Nach neunmonatiger Leidenszeit steht der Aufbauspieler beim 70:66 (39:38)-Heimsieg über MLP Heidelberg am Sonntagabend zum ersten Mal in der Arena Trier auf dem Parkett. Nach seiner neunmonatigen Verletzung klappt noch nicht alles, nicht jeder Pass kommt an, auch seinem Schuss fehlt die Präzision.

Es ist so ein ungenauer Pass wenige Sekunden vor Ende des ersten Viertels auf Benedikt Breiling, der eigentlich viel zu weit ist. Doch Breiling fängt den Ball, gibt ihn weiter an Sebastian Herrera, und der zimmert ihn zum 23:23-Ausgleich in den Heidelberger Korb.

Es ist ein ausgeglichenes Spiel der beiden Play-off-Konkurrenten vor 2107 Zuschauern in der Arena Trier. Bei Trier kann Center Kilian Dietz trotz Rückenproblemen mitwirken, auch Aufbauspieler Kwadzo Ahelegbe ist nach seiner Vertragsverlängerung unter der Woche dabei.

Gladiators-Trainer Marco van den Berg hatte vor der Begegnung von einem Finale um die Play-off-Plätze gesprochen, das sein Team unbedingt für sich entscheiden müsse.

Trier bestimmt das Spielgeschehen von Beginn an, führt schnell mit sieben Punkten (16:9). Ganz stark dabei: Dwayne Evans mit acht Punkten und einem Assist im ersten Viertel. Doch die stärkste Zeit von Evans und Landsmann Brandon Spearman wird noch kommen - dazu gleich.

Gegen Ende des ersten Viertels kommen zunächst die Gäste aus Heidelberg besser ins Spiel. Angeführt von den beiden US-Amerikanern Devin Joseph White und Bryan Smithson gelingt es den Kurpfälzern, bis zur Mitte des zweiten Viertels auf sechs Punkte davonzuziehen (25:31). Trier spielt zu ungenau, leistet sich bis zur Pause sieben Ballverluste, lässt sich allerdings nicht abschütteln. Nach einem Dreier von Kevin Smit, der eine richtig starke Partie zeigt, gehen die Gladiatoren mit einer knappen 39:38-Führung in die Pause.

Die Qualität des Spiels nimmt im zweiten Durchgang ab. Es ist kein schönes Spiel. Viel Kampf, viel Krampf auf beiden Seiten. Heidelberg zeigt sich in den wichtigen Momenten cleverer. Vor dem entscheidenden vierten Viertel führen die Gäste mit einem Zähler (52:53).

Dann geht's ins letzte Viertel und das wird nichts für schwache Nerven: 90 Sekunden vor Schluss liegt Heidelberg mit zwei Punkten vorne (64:66). Trier droht das bedeutende Spiel gegen den direkten Konkurrenten aus der Hand zu geben. Doch Dwayne Evans und Brandon Spearman haben etwas dagegen: die beiden US-Amerikaner drehen das Spiel. Cool versenkt Brandon Spearman zwei Freiwürfe zum 70:66 – das Spiel ist durch. Trier gewinnt und entscheidet gleichzeitig den wichtigen direkten Vergleich gegen Heidelberg für sich (das Hinspiel hatten die Gladiators mit 80:82 in Heidelberg verloren.)

Am Samstag, 6. Februar, empfangen die Gladiatoren um 18 Uhr Gotha zum nächsten Heimspiel in der Arena.


Statistik
Punkte Trier: Ahelegbe 13, Spearman 15, Smit 10, Raffington 8, Evans 15, Herrera 5, Dietz 2, Schmitz 0, Eggleston 2, Breiling 0 - Beste Werfer Heidelberg: Smithson 13, White 14, Würzner 14 - Viertelstände: 23:23/39:38/52:53/70:66 - Zuschauer: 2107

 

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