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"Wir werden daraus lernen…" - Gladiators-Trainer Marco van den Berg beim 62:88 in Vechta lange Zeit sehr zufrieden

(Trier) Eine Halbzeit lang hielten die Gladiators am Samstagabend im Rasta Dome von Vechta sehr gut mit. Dann folgten der deutliche Leistungsabfall und eine hohe 62:88-Niederlage. Für den Trierer Trainer Marco van den Berg dennoch kein Problem, wenn alle die richtigen Schlüsse aus der Partie ziehen. Und das wollen Team und Chef.

23.01.2016
Jürgen C. Braun
Wenn das Gladiators-Gastspiel am Samstagabend im westlichen Niedersachen für ein Mitglied der Trierer Delegation etwas Gutes hatte, dann für ihn: "Ich bin zu Hause in Groningen", verrät der Headcoach des Trierer Pro-A-Ligisten am Sonntagmorgen via Handy. Ein freier Sonntag für den Niederländer in Diensten des Trierer Zweitligisten, aber auch einer für die Mannschaft, die erst am Morgen gekommen war. Bereits heute beginnt jedoch die akribische Vorbereitung "auf ein sehr wichtiges Spiel am Sonntag gegen Heidelberg", wie van den Berg feststellt.

In der ersten gemeinsamen Zusammenkunft werde zunächst einmal die Partie gegen die "Rasta-Männer" analysiert und aufgearbeitet. Eine Auseinandersetzung, in der Triers neu formierter Zweitligist eine Halbzeit lang sehr gut mithielt. Indes bekannte van den Berg: "Aber im zweiten Spielabschnitt hatten wir keine Antworten mehr auf den Druck der Gastgeber." Deshalb, so der Niederländer, gehe der Verlauf in den beiden letzten Spielabschnitten und das daraus resultierende Endergebnis auch so in Ordnung.

Enttäuscht oder unzufrieden mit dem Auftritt seiner Jungs nach zuvor drei Siegen in Folge sei er jedoch nicht. Denn erstens sei Vechta trotz Jena "die mit Abstand beste Mannschaft in der Liga" und für ihn "der größte Aufstiegskandidat in die BBL". Und immerhin habe die deutliche Abfuhr in den beiden letzten Spielvierteln ja schließlich auch ihr Gutes: "Wir können und wollen aus dieser Begegnung viel lernen. Wir müssen uns noch in vielen Bereichen verbessern und ein solches Spiel kann sehr hilfreich sein für uns. Denn es zeigt uns, wo wir den Hebel ansetzen müssen. Sowohl in der Defense wie auch in unseren Offensiv-Bemühungen."

Hatten die Gladiators in den beiden ersten Vierteln noch ein sehr gutes Rebound-Verhalten gezeigt, ein variables, aber in der Konsequenz oft nicht effektives Positionsspiel gezeigt, sprachen die Wucht des Tabellenzweiten und die Kulisse nach der Pause gegen die Moselaner. "Eine tolle Atmosphäre in einer sehr engen Halle. Da wird das eigene Team getragen", resümierte van den Berg . Simon Schmitz hatte bei seinem Saisondebüt nach seiner persönlichen Leidensgeschichte schon viele gute Momente. Er stand nach auskurierter Schambeinentzündung insgesamt 11:05 Minuten auf dem Parkett, versuchte Struktur und Ordnung in die Aktionen der Grünen zu bringen und machte fünf Punkte. Topscorer der Gäste war erneut Kwadzo Ahelegbe (14), über dessen möglichen weiteren Verbleib über den Januar hinaus wohl in den nächsten Tagen eine Entscheidung fallen wird.

Gladiators Trier: Justin Raffington (9), Benedikt Breiling (3), Kevin Smit (5), Marian Dahlem (0), John Eggleston (4), Simon Schmitz (5), Brandon Spearman (2), Dwayne Evans (12), Sebastian Herrera (8), Kwadzo Ahelegbe (14).

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