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Finanzen und ein Trainingslager

(Trier) Basketball: Gladiators-Geschäftsführer Achim Schmitz äußert sich zur Situation des Clubs. Entwarnung bei Dietz.

12.08.2017
Marek Fritzen
Trier Während die Spieler von Basketball-Zweitligist Römerstrom Gladiators Trier am Sonntag ins siebentägige Trainingslager in den Westerwald starten und den Blick auf die neue Saison gerichtet haben, beschäftigt sich Geschäftsführer Achim Schmitz in diesen Tagen noch mit der alten Spielzeit.
Zum Abschluss des Geschäftsjahres am 30. Juni 2017 hatte die ProA den Gladiators die Auflage erteilt, einen Überschuss in Höhe von 25 000 Euro in der Bilanz vorzuweisen. Auf TV-Anfrage erklärte Schmitz dazu Ende Juni: "Wir schließen die laufende Saison mit einem positiven Ergebnis ab, genaue Zahlen können wir erst nennen, wenn die Bilanz erstellt ist, das wird aber noch ein paar Wochen dauern."
Gut drei Wochen später, am 24. Juli, erklärte der Gladiators-Geschäftsführer: "Nochmal, wir werden im Laufe der vergangenen Saison einen Überschuss erwirtschaftet haben, wie hoch der ist, kann ich noch nicht endgültig sagen."
Am Freitagmittag rückt Achim Schmitz dann mit ersten Zahlen raus. Er erklärt: "Noch ist die Bilanz nicht fertig. Was ich sagen kann, ist, dass wir im vergangenen Jahr einen Ertrag in Höhe von rund 10 000 Euro erwirtschaftet haben, das weist unser Betriebsergebnis aus." Durch eine zusätzliche Kapitalerhöhung aus dem Frühjahr 2017 in Höhe von 15 000 Euro, die handelsrechtlich nicht in das Betriebsergebnis eingehe, werde der geforderte Überschuss von 25 000 Euro nachgewiesen. "Ich habe Liga-Geschäftsführer Daniel Müller den aktuellen Stand der Dinge mitgeteilt, allerdings bisher noch keine Rückmeldung erhalten", berichtet Achim Schmitz. Das Eigenkapital der Gladiators liege damit nach der Kapitalerhöhung, wie Schmitz erklärt, mittlerweile bei 85 000 Euro.

Unterdessen hat der Geschäftsführer auch Neuigkeiten zum Thema Etat-Planung. "Während der Etat in der vergangenen Saison bei exakt 1,226 Millionen Euro (inklusive Playoffs) lag, planen wir für die kommende Saison mit einer leichten Steigerung." Auch für die neue Spielzeit werde der Club konservativ ohne Playoffs planen.
Derweil zeigt sich Triers Trainer Marco van den Berg sehr angetan von den Eindrücken der ersten Trainingswoche. "Es sieht richtig gut aus, die Jungs hängen sich voll rein." Neben ersten taktischen Einheiten stehe das Thema Schnellangriffe (Fastbreaks) in diesen Tagen besonders auf der Agenda. "Wir wollen in der neuen Spielzeit vieles anders machen. Fastbreaks mehr in unser Spiel miteinzubauen, gehört dazu", sagt der Coach.
Neben Stefan Ilzhöfer (mit der A2-Nationalmannschaft in Taipeh bei der Universiade unterwegs), Sasa Milosevic (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) setzt auch Center Kilian Dietz wegen Knieproblemen noch mit dem Training aus. Eine MRT-Untersuchung, so berichtet van den Berg, habe allerdings "nichts Schlimmes" ergeben, so dass Dietz voraussichtlich in den kommenden Tagen wieder mittrainieren könne.
Das erste Testspiel steht für die Gladiatoren am 22. August im Luxemburger Sportzentrum Coque gegen das belgische Team Okapi Aalstar an.